David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – Misanthrop

Misanthropische Platte: Iroha – Shepherds & Angels

iroha

Mit Dank an Tristan Osterfeld / www.alternativmusik.de

Der Winter ist endgültig in Deutschland angekommen und vor Weihnachten wird einfach alles gemächlicher: Schnee bedeckt die Landschaft und schluckt Lärm, die meiste Zeit ist es dunkel und kalt draußen. Wie passend, dass Iroha den entsprechenden Soundtrack für diese Kulisse präsentieren: Ein Shoegaze-Metal Album, das Melancholie und helle Momente ineinanderfließen lässt und gleichzeitig mit einer Ruhe daherkommt, dass man sich das Album sowohl bei den wenigen Sonnenstunden beim Schneespaziergang anhören kann als auch zu Hause mit einem Buch eingepackt in eine warme Decke. Es funktioniert bei beidem. Und wer sagt, dass eine Jahreszeit kein gutes Argument für ein Album sei, mag damit Recht haben. Aber Shepherds & Angels wird mit Sicherheit im Rest des Jahres ebenso funktionieren.

Beim Hören kommt einem immer wieder Alcest in den Sinn, jedoch ist Iroha anders: Weniger surreal, aber genauso wenig greifbar und von einer ästhetischen Schönheit geprägt. Schleppende Riffs treffen auf dynamische Melodien und wirken wie ein Wechselspiel aus Licht und Schatten. Alles scheint deutlich langsamer abzulaufen, wenn das Album läuft und dennoch scheint ständig etwas zu passieren, was die Aufmerksamkeit auf sich zieht,

Ja, das Album funktioniert wie es soll. Egal, ob man nun gedanklich wegdriftet oder als Hintergrundbeschallung: Es macht einen guten Eindruck.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 19. Dezember 2012 von in Die Misanthropische Platte und getaggt mit , , , , , , , .
%d Bloggern gefällt das: