David Wonschewski | Autor

Musikjournalist & Romancier

Qual und Qualität. Der Kultur-Kotau.

MashaPotempa13

Foto: Masha Potempa (MusikPoesie – Fotografie, www.mashapotempa.de)

Richtig ist, dass ich als vermeintlicher Randgruppen- und Special Interest-Autor von Neid zerfressen werde, wann immer ich sehe welche vermeintlichen Schriftsteller mit welchem vermeintlichen Quark hohe und höchste Absatzzahlen erreichen. Als ehemaliger Massenradio-Macher und nunmehr Kleinkunst-Förderer packt mich auch die vollkommene Missgunst, wann immer ich erkenne welche abgeschmackten Mechanismen und Automatismen noch immer geradewegs in die Charts führen – und welche Talente hingegen ungehört in bundesdeutschem Grunde versickern. Ja, direkt neben mir sehe ich sie täglich verdorren, direkt am Wegesrand verhungern sie mitsamt ihren großartigen Texten und Melodien und ihren instrumentalen Fingerfertigkeiten. Derweil die Schüttelreim-Fraktion sich gegenseitig ehrt und auszeichnet und in Villen zieht.

Ja, ich gestehe: Ich bin einer dieser fiesen Gesellen, die fast ausschließlich 3Sat und arte schauen, Deutschlandradio hören und im Regal die komplette DVD-Sammlung von Truffaut, Jarmusch, Fassbinder und – natürlich – Bergman stehen haben. Drunter machen Leute wie ich es nicht. Und drunter können wir es auch einfach nicht. Oh, doch, selbstredend verfügen auch ich und meinesgleichen über Humor, doch gelacht wird nur bei Hüsch und Pispers, bei Rether und Priol. Niemals jedoch bei Mario Barth oder Cindy aus Marzahn.

Na hoppala, eine furchtbar kulturarrogante Type bin ich geworden. Ein regelrechter Besserwisser-Lackel. Unfähig jene berühmt-berüchtigten Fünfe auch einmal gerade sein zu lassen. Es ist so furchtbar. Furchtbar sich selbst zu durchschauen.

Denn offensichtlich ist doch, dass Leute, die ihren verdammten Schädel nicht ruhig gestellt bekommen, schlichtweg Probleme bei der Verdauung leichter Kost haben. Trockenes Hartkantenbrot rutscht uns – so paradox und geradewegs unnatürlich das auch ist – besser durch die Gedärme als bis zur Unkenntlichkeit und Geschmacklosigkeit vermilchtes Püree.  Fachlich haben wir an der BILD-Zeitung dementsprechend auch selten etwas auszusetzen – es steht nur einfach nichts drin, kaum haben wir sie aufgeschlagen sind wir auch schon durch. Die Inhalte der BILD-Zeitung flutschen uns ungehindert über die Augen durch Hirn, Hals und Bauch und enden als Diarrhoe. Und so hocken wir mit Magengrimmen da, unbefriedigt und so schlau als wie zuvor.

Auch jene Songs, die sich dieser Tage und Monate auf den oberen Rängen der Charts tummeln sind in der Regel brillant produzierte Rhythmus-Geschosse. Doch, doch – wir sehen es, fühlen es, erkennen es. Leider nur sprechen sie nicht zu uns, ihre Textfetzen erinnern uns allenfalls an Stationen unseres Lebens, die wir gut und gerne 10 bis 15 Jahre hinter uns gelassen haben. Chartmusik hören ist wie dauerhaft der eigenen Pubertät zu begegnen, denken wir. Es tanzt sich in der Diskothek halt ausnehmend schlecht, sitzen einem Menschen erst einmal Kierkegaard und Camus im Hirn.

Nun verfügt der deutsche Sprachschatz bekanntlich über kein Wort, welches auch nur annähernd so widerlich ist wie: anspruchsvoll. Ein schreckliches Adjektiv, demaskiert es sich – zumeist reflexhaft hochgerissen von seinem Träger – doch regelmäßig als hilfloser Versuch das eigene Stochern im Wahn der Welt verbal ein wenig aufzuwerten. Genaugenommen ist anspruchsvoll somit nichts anderes als ein früher Vertreter der political correctness. Kein Wunder, klingt anspruchsvoll doch weitaus kompakter und besser als: Eure Biedermeier-Zufriedenheit macht mich krank, ergo begehre ich auf! Es klingt auch besser als: Wie könnt ihr so erpicht darauf sein mit beiden Beinen fest im Leben zu stehen, wie ihr immer sagt, wenn doch so offensichtlich gar kein fester Grund und Boden zu finden ist auf Erden? Und dieses anspruchsvoll klingt auch immer noch besser als: Die Wahrnehmung und Verarbeitung meiner, deiner und unser aller Komplexe, Unfähigkeiten und Schwächen nimmt mich derart in Beschlag, dass mir schlichtweg die Zeit fehlt, um mich permanent mit zu gar nichts führendem Schwachsinn abzugeben.

Ehrlichkeit zu sich selbst kommt bekanntlich niemals gut, ist gar schwerlich zu ertragen und so lassen wir, nach altem Menschenrezept, im Handumdrehen aus einer Qual eine Qualität werden. Eine lautmalerische Wortverwandtschaft, die im Übrigen kein Zufall sein kann.

Anstatt an der uns umgebenden, so allgegenwärtigen plastikhaften Belanglosigkeit zu zerbrechen bekennen wir uns also lieber stolz und aufrecht dazu eben ziemlich heftig anspruchsvoll zu sein. So widerlich und daneben dieses Adjektiv auch ist, ähnlich wie das fast sinnverwandte intellektuell trägt es immerhin ein paar Meter, Monate, Jahre. Und kaschiert unser Suchen, unsere unbefriedigte Gier nach echtem Leben. Juhu.

Sicherlich, ab und an schaue ich mir noch „Wetten dass..?“ an, versuche seit gut und gerne 15 Jahren diese Sendung zumindest zu ertragen, auszuhalten. Mich mit Chips auf dem Sofa zu lümmeln, die Stars und Sternchen beim schmalen Gespräch zu beglotzen und mich in die diversen Wetten und Spielchen zu vertiefen. Doch es mag mir einfach nicht gelingen. Ich bin ein eher ruhiger Zeitgeselle, doch wer mich toben und zürnen sehen will muss lediglich einen Abend „„Wetten, dass..?“ mit mir anberaumen. Brände legen und Feuer melden werde ich. Und so schalte ich entnervt ab oder um, vollkommen fertig mit mir und der Welt und den vielen applaudierenden Menschen dort im Fernsehpublikum. Auch dem Programm manch eines Hitradios würde ich gerne wieder folgen. Es geht nur einfach nicht, kaum habe ich ihn eingeschaltet, den Sender der angeblich großen Musik, des großen Humors und der großen Gefühle, schon setzt bei mir ein Kopfschütteln ein, welches mich schnell in Nackenschmerz und Stirndrücken stranden lässt.

Der Sprung zu selbstreferentieller Arroganz ist von diesem Punkt aus bekanntlich kein sonderlich großer. Was wir nicht begreifen lässt uns erst in Abwehr und Trotz driften – und schließlich ins lasterhafte Lästern. The Birth of good ol‘ Kulturschnösel. Die Feuilleton- und Kulturredaktionen sind prall gefüllt mit Typen wie mir. Ein Spiel, dessen Regeln wir einfach nicht raffen, lässt uns Menschen zu eben solchen tobenden und zürnenden „Braucht doch kein Mensch, den Scheiß!“-Gnomen werden. Kulturelite? Vielleicht. Doch sind wir ehrlich, so sehen wir die kleinen, verletzten, sehr verwachsenen Zwerge in uns. Frühkindliche Schulhof-Traumata werden hier berührt, schlägt doch bekanntlich stets jener Mitschüler die große Akademikerlaufbahn ein, der seinerzeit nicht mitspielen durfte, der außen vor gelassen wurde. Absetzbewegungen sind einer der größten Motoren menschlichen Arterhalts. Direkt gefolgt vom elementaren Gefühl der Rache.

Alles ein wenig weit hergeholt? Vielleicht, diese so aggressiv vor sich hergetragene kulturelle Borniertheit mag noch weitere, ganz unterschiedliche Gründe haben. Nicht von der Hand zu weisen ist jedoch, dass selbst vermeintliche Bildungsblätter zunehmend dazu neigen sich als just oben benannte Gnome zu erkennen zu geben. Nehmen wir ein Buch wie jene „Feuchtgebiete“. Der Autorin sei der Erfolg gegönnt, es gibt wahrlich schlechtere Menschen im Kulturbetrieb als diese Dame. Was wurde über dieses Buch geschrieben und was wurde und wird auch über die nachfolgende Verfilmung geschrieben und geredet und gebracht. Halleluja, eine Medienpräsenz begleitet Buch und Film für die 99,5 Prozent aller Kulturschaffenden lange stricken müssen.

Neid? Natürlich. Aber eben nicht nur. Und auch nicht in erster Linie. Viel schlimmer ist doch, dass wir gerade an diesem Paradebeispiel die Geburt eines aufkeimenden kulturellen Medienmasochismus erleben. Denn auch wenn man es versuchte, an Besprechungen und Verlautbaren zu Buch und Film war kaum vorbeizukommen. Besonders pikant: Es lässt sich kaum etwas Gutes über die „Feuchtgebiete“ finden. Genauer gesagt: Gar nichts. Selbst Medien, die als „natürlicher“ Ansprechpartner für diese Art von Buch und Film gesehen werden können lassen kein gutes Haar daran, teilen uns verblüffend unverhohlen mit was für ein Mist da produziert worden ist. Dass Filme und Bücher gemeinhin polarisieren ist nur normal und richtig, manchen gefällt es, manchen halt nicht, also wird recht vielfältig darüber berichtet. Die einen jubeln, die anderen übergeben sich, alles prima. Leider trifft genau das hier aber offenbar gar nicht mehr zu. Auch Sarrazin kam dieser hochgradig seltsamen Medienpräsenz schon recht nahe seinerzeit, bei den „Feuchtgebieten“ wird es nun aber perfektioniert.

Gut möglich, dass ich doch nur die falschen Leute kenne und mich medial – obschon bewusst breit aufgestellt – schlecht informiert habe. Vielleicht stehen sie irgendwo, die ausufernden Lobesgesänge auf die „Feuchtgebiete“, vielleicht sind irgendwo Frauen, Halbstarke oder Außerirdische, die sich zu „Feuchtgebiete“-Parties treffen. Ich wünsche es mir fast, auf dass ich mein längst losgaloppiertes Hadern doch noch zurückgepfiffen bekomme, es mit einem „Es ist halt nicht deines, aber andere macht es nun einmal sehr glücklich“ im Zaum halten kann.  Unterm Strich jedoch scheint die einhellige Meinung zu sein, dass hier ein äußerst schlechtes Buch zu einer äußerst schlechten Verfilmung geführt hat. Und so kommt niemand und sagt: Cooles Buch, geiler Film! Und meine Fähigkeit mich sofort reflexhaft wieder aufregen, mich als anspruchsvoll aufspielen zu können verkümmert. Denn wo kein Gegner, da kein Krieg. Nein, ganz Deutschland ist scheinbar einer Meinung: Das hier ist nicht gut, es ist nicht provokant, es ist nicht aufregend, es ist: Nichts. Und doch werden unfassbar viele Ressourcen zur Darstellung dieses Nichts verwendet. Als Nihilist sollte ich eigentlich begeistert sein.

Ein neues Medien-Motto offenbart sich: Das hier ist so unnötig, wir haben in unserer Redaktion niemanden gefunden, der das wichtig oder gut findet – Sie müssen es also einfach lesen, vielleicht können Sie uns ja sagen was das soll.

Ja, gute Frage: Was zum Teufel soll das? Wenn  sogar der Boulevard sich etwas pikiert abwendet – was veranstalten die ein wenig mehr auf anspruchsvoll bedachten Medien dann hier? Wenn das nicht das Puhlen in eigenen Anspruchs-Wunden ist – was ist es dann? Wenn das nicht kulturelle Selbsterhängung ist, medialer Massensuizid – welchen Sinn ergibt es dann? Warum finde ich auf spiegel-online seit einiger Zeit langatmige Analysen, in denen mir erklärt wird, warum gewisse TV-Erzeugnisse von RTL und PRO7 so ausnehmend misslungen und überflüssig sind? Wofür brauche ich Journalisten, die es offensichtlich zunehmend darauf anlegen uns das zu zeigen, was aufgrund akuter Belanglosigkeit gar nicht gezeigt werden muss, da es nicht einmal kontrovers diskutiert werden, nicht einmal mehr inbrünstig gehasst werden kann? Und überhaupt: Hätten Zeit und Platz nicht sinnvoller genutzt werden können? Wie wir es auch drehen und wenden: Eigenständige Souveränität sieht anders aus. Die ersten Anspruchsvollen, sie knicken offenbar gerade weg, geben sich der heißen Luft geschlagen.

Ja, Neid und Unverständnis auf und über den Erfolg mancher Plastikartigkeit mag mich selbst ab und an zersetzen, mich ab und an in meinem Urteil auch daneben langen lassen. Diese Form von Medien-Kotau aber scheint mir ein weiterer Schritt ins Zeitalter der Belanglosigkeit und damit auch Entfremdung zu sein.

Schaut nicht mehr dorthin, wo etwas Gutes ist, schaut nicht mehr dorthin, wo etwas Fieses ist. Schaut einfach nur noch dorthin, wo gar nichts zu finden ist. Konfliktvermeidung par excellence, Deutschland einig Einlull-Land.

Vielleicht sollten auch ich und jene seltsamen Meinesgleichen es locker nehmen. Zwingt uns ja niemand hinzuschauen. Gewisse Dinge zu lesen, zu konsumieren. Wir können uns ja abducken, wenn es uns missfällt. Ignorieren. Auf Durchzug schalten. Aufhören nach links und rechts und vorne und hinten zu schauen. Lethargisch werden.

Tolle Idee.

„Schwarzer Frost“ – der von der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft empfohlene Debütroman von David Wonschewski ist Ende 2012 erschienen. Rezensionen, Interviews und weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte dieser Website.

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13 Kommentare zu “Qual und Qualität. Der Kultur-Kotau.

  1. mauerdurchbruch
    25. September 2013

    Hervorragende Ausführung und ganz meiner Meinung entsprechend. Die heutige Medienlandschaft verdammt mich ebenso dazu, mich wie ein Opossum tot zu stellen und die Welle des geistigen Dünnschisses über mich ergehen zu lassen. Sie ist nun mal die „vierte Gewalt“ im Staat und wohl die mächtigste, weil überall präsent und am einflussreichsten. Daher ist ihr kaum auszuweichen. Wie oft regte ich mich schon merklich auf, wenn ich diverse Auftritte sogenannter „Comedians“, völlig abgeflachte Formate oder die RTL-Nachrichten sah, in denen die Kernthemen in etwa der Frage entsprechen, für welchen Betrag Jennifer Lopez ihren Allerwertesten hat versichern lassen. Noch schlimmer empfinde ich hierbei jenes breite Publikum, das sich begeistert wie ein Kleinkind von der ach so bunten Welt des Bedeutungslosen unterhalten lässt und lieber die Probleme irgendwelcher Soap-Darsteller verfolgt, als sich um die eigenen zu kümmern.

    Durch die ein oder andere Sendung lasse ich mich manchmal sicher auch in den Schlaf begleiten. Ich vermeide inzwischen aber auch dieses immer öfter.

  2. Silke
    29. August 2013

    Mir kam ja beim Lesen direkt das „Sommerloch“ in den Sinn – nur das das von dir beschriebene Phänomen eben nicht saisonal bedingt ist, sondern sozusagen ein ständiges Sommerloch. Dinge, die eigentlich keiner Berichterstattung wert sind, werden breit ausgeführt. Vielleicht liegt es ja daran, dass die Gesellschaft überversorgt ist mit Nachrichten, überall ist man heutzutage live dabei, Krieg, Unglücke, Hochzeiten, Geburten… Und wenn es nichts Neuartiges mehr zu berichten gibt, werden eben Themen „erfunden“…

  3. davidwonschewski
    29. August 2013

    Sophia – toller Seitenname, nebenbei – Dank dir. Ja, ich gebe zu die Schwierigkeit bestand darin auszuarbeiten, wa smeiner Ansicht nach neu ist. Dass man gewisse Dinge nicht mitgeht ist ja natürlich nicht neu. DSDS, Big Brother oder sowas. Das hier ist meiner Ansicht aber ein neuer Tiefpunkt. Das Problem am Filtern ist ja, dass man es vorher nicht orten kann. Ich weiß zB, dass ich mir nicht jeden „mainstream“ abbinden sollte, ihm eine Chance geben sollte. „Harry Potter“ oder „Star Trek“ sind solche Sachen. Beides hasse ich. aber Leute, die ich sehr achte, haben mir erklärt, dass es hier um mehr geht als simples Entertainment. Diese Meinungen will ich ja gar nicht abschneiden.

  4. Sofasophia
    29. August 2013

    dank emil bin ich hier gelandet.
    als auch „anspruchsvolle kulturbeobachterin“ hab ich mir die gleichen fragen wie du auch schon oft gestellt. deinen artikel habe ich deshalb verschlungen, weil du eine sprache sprichst/schreibst, die mich beim lesen nährt (und notabene lust auf dein buch macht!). das gefühl von „ah, das geht andern also auch so!“ tut gut.
    meine persönliche lösung ist, dass ich alles ausblende, wovon ich mir keinen nährwert verspreche, weil mir meine lebenszeit zu schade für schlechte bücher und filme ist.

  5. Pingback: Anspruchsvoll (Nº 241) | Gedacht | Geschrieben | Erlebt | Gesehen

  6. davidwonschewski
    28. August 2013

    Emil, du meinesgleichen, du!;-)

  7. Der Emil
    28. August 2013

    Zumindest ein Bröckchen davon muß ich zitieren 😉

    Da sprichst Du mir gewaltig aus der Seele. Allerdings komme ich nur wirklich selten mit dem «Mehnstiehm» in Berührung, ich arte-, 3sat- und dradio-Liebhaber ohne Zeitungsabonnement — für Mehnstriehm hab ich keine Zeit.

  8. saetzeundschaetze1
    28. August 2013

    !!! Top !!! So eloquent möchte ich mich auch echauffieren können.

  9. davidwonschewski
    28. August 2013

    Danke sehr, Hildegard. Und, ja, es ist lang. Natürlich ist es lang. Wäre ich kurz und pointiert, ich wäre Gagschreiber geworden. Aber so….;-)

  10. hildegardlewi
    28. August 2013

    Sehr gut, sehr richtig und schön (gut) zu lesen ohne blind zu werden.
    Und prima Gedanken, treffend formuliert. Aber so lang David, so lang.
    Eigentlich wollte ich mich nur bedanken, daß Dir mein Herbstgedicht von den unbeachteten Pflanzen am Parkplatzrand gefallen hat. Dankschön. Beste Grüße, Lewi

  11. davidwonschewski
    28. August 2013

    Besten Dank! Also mit den Sachen, an denen ich mich aufreibe, komme ich bestens klar. Sich echauffieren ist ja eine durchaus feine Betätigung. Schlimm finde ich eben diese Dinge, an denen man sich nicht einmal aufreiben kann, eben weil niemand da ist der sagt „Super-Sache“.
    Bin mir nicht sicher, ob das früher schon so war. Haben Zeitungen in den 70ern oder 80ern schon über das berichtet, was laut eigener Botschaft gar nicht berichtet werden muss? Sich also eigenhändig obsolet gemacht, in Luft aufgelöst?
    Hm, mag sein, ich war altersbedingt nur entfernt dabei.

  12. das.hennka
    28. August 2013

    Sehr gut beschrieben! Aber ich glaube, dass dieser Zustand nicht neu ist, er wird nur von jeder Generation aufs Neue entdeckt und kommentiert. Ich wünsche dir, dass du ihn nicht immer schlimm finden wirst, sondern irgendwann auch die Vorteile erkennen und wertschätzen kannst.

  13. ralphbuttler
    28. August 2013

    Hat dies auf Auf dem Dao-Weg rebloggt.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 12. November 2013 von in Journalist und getaggt mit , , , , .
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