David Wonschewski | Autor

Musikjournalist & Romancier

Die heiklen Passagen der wundersamen Herren Engels und Wonschewski

Eisblumen Ankdg.WN(1)

Immer so um Weihnachten herum, da packt mich die Nostalgie. Und ich erinnere mich an alte Zeiten, wühle in Zeitungsartikeln über mich (als wenn es da so viel zum Wühlen gäbe…)

Nein, das da oben ist keine alternde Boygroup. Der Wille wäre durchaus da gewesen bei der tollen Literatur-Veranstaltung, die ich an der Seite der Autoren Jan-Tobias Kitzel und Matthias Engels bewältigen durfte. Doch uns fehlten – was soll ich es leugnen! – die Tanzschritte. Mit letzterem, in der Fotoreihe oben Drittgezeigtem, also Matthias Engels, darf ich 2016 an einem interessanten gemeinsamen Projekt arbeiten, was mich schon jetzt ausnehmend freut. Worum es im Detail gehen wird, das mag ich noch nicht verraten. Einen ganz guten Hinweis auf das, was wir da Wagemutiges vorhaben, gibt aber der aktuelle Roman von Matthias Engels, der nicht nur, aber ganz besonders allen Fans von Oscar Wilde ans Herzerl zu legen ist.

„Die heiklen Passagen der wundersamen Herren Wilde & Hamsun“ ist ein fiktiver Roman, der nicht nur davon lebt, dass Engels neben literarischer Begabung auch über ein unsagbar historisch-literarisches Grundwissen verfügt. Oder um es etwas weniger gestelzt zu formulieren: Wenn ich was wissen willen über Literatur oder einfach nur einen Buchtipp zu einem speziellen Oberbegriff brauche – frage ich Matthias.

USA 1881/1882. Fast zeitgleich schiffen sich zwei Männer für die Überfahrt nach Amerika ein. Oscar Wilde, in Europa bereits berühmt und berüchtigt, tritt eine umfangreiche Vortragsreise über Ästhetik an und wird in den amerikanischen Großstädten begeistert empfangen. Auf Knut Hamsun dagegen wartet niemand. Statt mit Literatur verdient er sich den Lebensunterhalt mühsam mit Gelegenheitsarbeiten. Für beide beginnt die schriftstellerische Karriere erst nach der Rückkehr in die Heimat. Wildes „Dorian Gray“ und Hamsuns „Hunger“ werden in Zeitungen veröffentlicht. Bald gehört Wilde zur europäischen Avantgarde und Hamsun erhält gar den Literaturnobelpreis. Doch Ruhm ist bekanntlich vergänglich. Beide Schriftsteller sterben geächtet und verbittert.

Der historische Roman über Aufstieg und Fall der beiden außergewöhnlichen Künstler ist angereichert mit Ausschnitten aus Briefen, Tagebucheinträgen und Zeitungsberichten. Wissenschaftliche wie kulturelle Exkurse machen ihn zu einem spannenden und fundierten Zeitzeugnis:  Und so völlig konträr beide Männer sind, verbindet sie doch eins: Die Ambition zum Schreiben.

engelshamsunwilde

 

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 23. Dezember 2015 von in Medien und getaggt mit , , , , , , , .
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