David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – Misanthrop

Nerven. Ein Musikjournalist dreht ab.

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Wann immer ich umziehe werde ich von diesem schier unstillbaren Verlangen erfasst ein Messie zu sein. Zumindest so ein wenig. Meine CDs einfach in so eine blöde Umzugskiste kloppen, nach Pusemuckelstadt transportieren und vor Ort dann – zack! – ins Regal knallen zu können.

Geht aber nicht, zu viel Neurose ist im Spiel. Und so lege ich mein Ohr sanft auf die Kiste mit der Aufschrift „B: Badfinger – Blondie“ und ahne schaudernd, dass sich da drin doch längst eine Belle & Sebastian vor eine Beatles gerüttelt hat. Und die Beach Boys-Scheibe „Sunflower“ von 1970 VOR (!!) die „Pet Sounds“ von 1966 geschüttelt wurde. Dabei wäre das doch ein Wahnsinn!
Ich trau dem Silberling-Sauhaufen da drin nicht mehr. Ich dreh ab.

Das geht so nicht, Leute! Meine Nerven, Leute!

Vinyl und mp3 scheinen mir in der Tat umzugsfreundlicher.

Ein Musikjournalist dreht ab. Über die nervenzermürbende Lachhaftigkeit psychischer Schräglagen: Lesen Sie auch „Schwarzer Frost“, „Geliebter Schmerz“ und „Zerteiltes Leid“ – die bisher erschienen drei Bücher von David Wonschewski. Mehr Informationen dazu gibt es: HIER.

Zum Autor:

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David Wonschewski, Jahrgang 1977, wuchs im Münsterland auf und ist seit 18 Jahren als Musikjournalist für Radio, Print & Online tätig. Als leitender Redakteur gestaltete er viele Jahre das Programm landesweiter Stationen, führte Interviews mit internationalen Künstlern, verfasste knapp 450 Rezensionen sowie PR-Texte für u.a. Reinhard Mey. Er ist Begründer (und nach aktuellem Stand auch Totengräber) des Liedermachermagazins „Ein Achtel Lorbeerblatt“ und saß von 2013 bis 2015 in der Jury der renommierten Liederbestenliste. Sein von der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft empfohlener Debütroman „Schwarzer Frost“ brachte ihm 2013 erste Vergleiche mit Autorengrößen wie David Foster Wallace, Bret Easton Ellis oder eben Thomas Bernhard ein. Der Nachfolger „Geliebter Schmerz“ erschien Anfang 2014, der Roman „Zerteiltes Leid“ wurde im Mai 2015 veröffentlicht.

„Wonschewski zieht alle Register der Vortragskunst bis hin zur schrillen Verzweiflung, die sich in drastischen Stimmlagen widerspiegelt. Ironie, Sarkasmus und Zynismus – der Autor versteht es vortrefflich, diese Stilmittel zu einem höchst amüsanten Cocktail zu mixen.“ (Rainer Nix, „Westfälische Nachrichten“, 10. Juni 2015).

Folgen Sie David Wonschewski besser nicht bei Facebook. Klicken Sie bloß nicht: HIER.

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Ein Kommentar zu “Nerven. Ein Musikjournalist dreht ab.

  1. Maccabros
    29. Juli 2016

    Obwohl – egal ob mp3, Vinyl oder Cd – Music was my first love and it will be my last…

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 29. Juli 2016 von in Nachrichten und getaggt mit , , , , , , .
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