David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – Misanthrop

Mama und die alte Post.

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Halleluja, es ist vollbracht. Nach wochenlanger Ungewissheit und Übernachtungen in Transit- und Übergangslagern, auf Zeltplätzen und unter Bahnhofsbrücken habe ich nun meine erste Wohnung in meiner (alt)neuen münsterländischen Heimat sicher. Ab November darf ich nun als ordentlich gemeldeter Provinzwestfale an einem Orte leben, der in Summe weniger Einwohner hat als mein damaliges sechstöckiges Mietshaus am Ku’damm. Idylle ist noch viel zu chaotisch formuliert für das, was mich dort erwartet. Hat aber auch Vorteile: die Cocktailbar dort nennt sich endich wieder nur „Schenke“ und heißt schlichtweg: „Zur Alten Post“. Oder so. Der Friseur hat montags zu und wenn er auf hat, so hat er nur die Varianten Bürsten- oder Toppschnitt. und wenn du den morgendlichen Bus raus verpasst, kannste den Tach eigentlich schon knicken und dir eine Krankmeldung holen.

Nein, ich habe nicht gecheckt, ob es dort schon Internet gibt. Wozu auch. Gibt Wälder und Weiher, da kann man ebenso prima antisozial vor sich hin-haten wie in social communities. Wenn nicht gar besser. Und ehrlicher.

Nun ist also nur noch der Zeitraum bis Anfang November irgendwie zu überbrücken. Tja, ich wäre wohl ziemlich am Eipel, gäbe es da nicht jemanden, zu dem man mit knapp 40 eigentlich nie wieder ziehen wollte. Derdie aber immer ein warmes Plätzchen frei hat…bis November wohne ich jetzt bei….Mamaaaaa!

Foto oben: Masha Potempa (www.mashapotempa.de)

Über die nervenzermürbende Lachhaftigkeit psychischer Schräglagen: Lesen Sie auch „Schwarzer Frost“, „Geliebter Schmerz“ und „Zerteiltes Leid“ – die bisher erschienen drei Bücher von David Wonschewski. Mehr Informationen dazu gibt es: HIER.

Zum Autor:

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David Wonschewski, Jahrgang 1977, wuchs im Münsterland auf und ist seit 18 Jahren als Musikjournalist für Radio, Print & Online tätig. Als leitender Redakteur gestaltete er viele Jahre das Programm landesweiter Stationen, führte Interviews mit internationalen Künstlern, verfasste knapp 450 Rezensionen sowie PR-Texte für u.a. Reinhard Mey. Er ist Begründer (und nach aktuellem Stand auch Totengräber) des Liedermachermagazins „Ein Achtel Lorbeerblatt“ und saß von 2013 bis 2015 in der Jury der renommierten Liederbestenliste. Sein von der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft empfohlener Debütroman „Schwarzer Frost“ brachte ihm 2013 erste Vergleiche mit Autorengrößen wie David Foster Wallace, Bret Easton Ellis oder eben Thomas Bernhard ein. Der Nachfolger „Geliebter Schmerz“ erschien Anfang 2014, der Roman „Zerteiltes Leid“ wurde im Mai 2015 veröffentlicht.

„Wonschewski zieht alle Register der Vortragskunst bis hin zur schrillen Verzweiflung, die sich in drastischen Stimmlagen widerspiegelt. Ironie, Sarkasmus und Zynismus – der Autor versteht es vortrefflich, diese Stilmittel zu einem höchst amüsanten Cocktail zu mixen.“ (Rainer Nix, „Westfälische Nachrichten“, 10. Juni 2015).

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2 Kommentare zu “Mama und die alte Post.

  1. Frau Smilla
    3. September 2016

    bei Mama ist es immer noch am Schönsten 🙂

  2. Sanguine
    2. September 2016

    Klingt nach einem kleinen Abenteuer…
    Ich mag ja so Orte, wo man sich manchmal nicht so ganz sicher ist, ob die Elektrizität dort schon angekommen ist. Da kann man noch seine Ruhe finden, wenn man danach sucht.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 7. September 2016 von in Nachrichten und getaggt mit , , , , , , .
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