David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – Misanthrop

Grundvertrauen. Oder: Auf die Schnauze.

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Und so schielte er auf seine paar ihm verblieben Ideale und dachte: Seltsames Gefühl. Jemanden nicht zu kennen, ihm nie persönlich begegnet zu sein. Aber darauf vorbereitet zu sein, dass man ihm gleich beim ersten Treffen auf die Schnauze wird hauen müssen, hauen wollen. Weil Menschendinge ab und an unvereinbar und undiskutierbar sind. Eine Form von Gewalt nicht ultima ratio, sondern unausweichlich, Vorbedingung ist. Liebe auf der einen Seite den Hass auf der anderen gebiert.Der wiederum die Grundlage für noch tiefere Liebe, mehr noch: Grundvertrauen ist.

(aus den Tagebucheinträgen des Janusz Jaroncek, Oktober 2016)

Foto: Bibi Andersson in „Persona“ von Ingmar Bergman (1966)

Über die nervenzermürbende Lachhaftigkeit psychischer Schräglagen: Lesen Sie auch „Schwarzer Frost“, „Geliebter Schmerz“ und „Zerteiltes Leid“ – die bisher erschienen drei Bücher von David Wonschewski. Mehr Informationen dazu gibt es: HIER.

Zum Autor:

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David Wonschewski, Jahrgang 1977, wuchs im Münsterland auf und ist seit 18 Jahren als Musikjournalist für Radio, Print & Online tätig. Als leitender Redakteur gestaltete er viele Jahre das Programm landesweiter Stationen, führte Interviews mit internationalen Künstlern, verfasste knapp 450 Rezensionen sowie PR-Texte für u.a. Reinhard Mey. Er ist Begründer (und nach aktuellem Stand auch Totengräber) des Liedermachermagazins „Ein Achtel Lorbeerblatt“ und saß von 2013 bis 2015 in der Jury der renommierten Liederbestenliste. Sein von der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft empfohlener Debütroman „Schwarzer Frost“ brachte ihm 2013 erste Vergleiche mit Autorengrößen wie David Foster Wallace, Bret Easton Ellis oder eben Thomas Bernhard ein. Der Nachfolger „Geliebter Schmerz“ erschien Anfang 2014, der Roman „Zerteiltes Leid“ wurde im Mai 2015 veröffentlicht.

„Wonschewski zieht alle Register der Vortragskunst bis hin zur schrillen Verzweiflung, die sich in drastischen Stimmlagen widerspiegelt. Ironie, Sarkasmus und Zynismus – der Autor versteht es vortrefflich, diese Stilmittel zu einem höchst amüsanten Cocktail zu mixen.“ (Rainer Nix, „Westfälische Nachrichten“, 10. Juni 2015).

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