David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – Misanthrop

Rückblick: Zebrano-Theater Berlin, 01. März 2017

„Die Augenringe erzählen die Nacht.
Fremdes Hotel, bin fröstelnd aufgewacht.“

Auch wenn ich mich standhaft weigere mich zu entsinnen von welcher deutschen Band diese Zeilen stammen, sie treffen dieser Tage zu.
Vielen Dank an das Zebrano-Theater für die formvollendete Zusammenfassung und die gewohnt feine Fotowand.

Heute Abend gibt es die offizielle Premiere zu meinem Hörbuch „Das Seufzen und das Schweben“ im Periplaneta Literaturcafè in der Bornholmer Straße, 20 Uhr. Eintritt ist frei – wie immer zahlt man, um zu gehen.
Ab morgen wird dann ausgeheiert.

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Wer will schon sortiert sein, wenn das Durcheinander ein schöner Selbstzweck ist

Wann kann man das schon mal: Die Geschmacksverstärker beim Freidrehen beobachten? Da wurde alter auf neuen Dreck gestapelt, der Leere gehuldigt, auf einem Keramikpanzer gesessen, zugleich eingeschnürt und ausgesperrt und sogar wie ein Derwisch getanzt – wer als erster loslassen kann gewinnt! Laut polternd wurden die Blagen erschreckt, in alten Geschichten nach dem Bodensatz gesucht und der eigene Film ein wenig schneller gedreht – kurzum: die Geschmacksverstärker haben sich aus dem „Fragment 84“ und aus Scherben ein eigenes Bild mit einem blauen Meer gebaut.

Aber auch das können die Geschmacksverstärker: Sie lassen dem Publikum die Ohren stramm wachsen, damit es Worte, die von ganz oben fallen, hören kann. Und sie treten mit ihm hinaus ins Licht! Dort schlagen alle gemeinsam die große Trommel bis zur Taubheit und proben in der grellen Stadt ihre Tänze. Klar, Straßen zum Fortgehen gibt es genug und Länder hinter dem Atlanten-Kartenrand auch, aber die paar Schritte ins eigene Leben sind schnell zurückgeschlurft und wenn man den Winter abgestreift, die Worte verpackt und die Welt verbessert hat, dann kann man auch ohne konkretes Ziel freidrehen – Fidibumm!

Männer in kurzen Hosen, altersweise Lieder und Seifenopernromantik gibt es wieder am 05.04.2017.

 

Fotos & Text: Peter Frank

Über die nervenzermürbende Lachhaftigkeit psychischer Schräglagen: Lesen Sie auch „Schwarzer Frost“, „Geliebter Schmerz“ und „Zerteiltes Leid“ – die bisher erschienen drei Bücher von David Wonschewski. Mehr Informationen dazu gibt es: HIER.

Zum Autor:

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David Wonschewski, Jahrgang 1977, wuchs im Münsterland auf und ist seit 18 Jahren als Musikjournalist für Radio, Print & Online tätig. Als leitender Redakteur gestaltete er viele Jahre das Programm landesweiter Stationen, führte Interviews mit internationalen Künstlern, verfasste knapp 450 Rezensionen sowie PR-Texte für u.a. Reinhard Mey. Er ist Begründer (und nach aktuellem Stand auch Totengräber) des Liedermachermagazins „Ein Achtel Lorbeerblatt“ und saß von 2013 bis 2015 in der Jury der renommierten Liederbestenliste. Sein von der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft empfohlener Debütroman „Schwarzer Frost“ brachte ihm 2013 erste Vergleiche mit Autorengrößen wie David Foster Wallace, Bret Easton Ellis oder eben Thomas Bernhard ein. Der Nachfolger „Geliebter Schmerz“ erschien Anfang 2014, der Roman „Zerteiltes Leid“ wurde im Mai 2015 veröffentlicht.

„Wonschewski zieht alle Register der Vortragskunst bis hin zur schrillen Verzweiflung, die sich in drastischen Stimmlagen widerspiegelt. Ironie, Sarkasmus und Zynismus – der Autor versteht es vortrefflich, diese Stilmittel zu einem höchst amüsanten Cocktail zu mixen.“ (Rainer Nix, „Westfälische Nachrichten“, 10. Juni 2015).

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