David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – bipolarer Bedenkenträger

The drugs don’t work. Oder: Und, was lest ihr gerade so? 28. Oktober 2020

Wir sehen: schwer was los in Lummerland. Das sind die acht Bücher, die ich unmittelbar vor Brust und Auge habe. Den Ray Bradbury-Klassiker „Fahrenheit 451“ habe ich gerade beendet und hirne noch darüber nach, was zu diesem Buch ich in eine Rezension packen könnte, was gewiss nicht schon hundertmal geschrieben wurde. Vielleicht einfach nur, dass auch ich es endlich – endlich! – gelesen habe. Und dabei nur alle zwei Seiten an Truffaut und Oskar Werner denken musste. Aus dem heiteren Dystopie-Triumvirat fehlt mir nach „1984“ und eben „Fahrenheit 451“ nun nur noch der Huxley. Ach ja und gefühlt 25 Philip K. Dicks. Kennt ihr das Gefühl, wenn am Ende des Monats noch so viel Buch übrig ist?

Ich danke im Übrigen den Verlagen, die mir ihre Werke dort oben kostenlos zur Begutachtung übersendet haben (Suhrkamp, Rowohlt Berlin, Dörlemann, Diogenes, Benevento). Und distanziere mich im gleichen Atemzug von dieser Praxis, die im Kulturbetrieb schändlicherweise noch immer als herrlich normal gilt. Derweil Politiker für das Annehmen von Geschenken seit Jahr und Tag idyllisch an Bäumen baumelnd enden. Leute, das geht so nicht, das ist Doppelmoral, das ist bigott, das ich charakterlich unterste Schublade, widerlich!

Darum mein Aufruf an alle Verlage, die das hier lesen: Schickt mir schnell noch euer Zeug, bevor das von mir initiierte gesellschaftliche Umdenken beginnt. Schweizerhafte Postfachadresse mit verschleiertem Nummerncode findet sich in der Kurzbio meiner Website. Sollte uns doch wer auf die Schliche kommen, keine Sorge, ich weiß, was zu tun ist. Habe ja meinen Bradbury gelesen, ha!

Und, was lest ihr gerade so?

Ich wünsche euch eine, gesundheitlich besehen, bessere Woche als die, die hinter mir liegt. Nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste. Alles längst dezidiert besungen von Richard Ashcroft, 1997. All this talk of getting old, it’s getting me down my love – Like a cat in a bag, waiting to drown
this time I’m comin‘ down…und so weiter und so treffend.

2 Kommentare zu “The drugs don’t work. Oder: Und, was lest ihr gerade so? 28. Oktober 2020

  1. davidwonschewski
    28. Oktober 2020

    Hallo, Manfred – ach, das erfreut, wenn mein Geschreibe andernorts Gelese hervorruft. Hat man nicht umsonst gewirkt. Besten Dank! Der Emezi ist mir total neu, na, da digitalstöbere ich doch mal…Viele Grüße!

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  2. Manfred Rosenboom
    28. Oktober 2020

    Was ich lese? Ich arbeite die Rezensionen ab, die du schreibst und die ich lese. Der Hinweis auf David Grossman hat viel gebracht. Ich glaube, ich werde das Buch ganz lesen. Aber auch ich habe eine Empfehlung: Akwaeke Emezi Süßwasser.
    https://manfredsblogschreiben.wordpress.com/2020/10/28/suswasser/

    Gefällt 1 Person

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2. November 2020 von in Nachrichten, Und, was lest ihr gerade so?.
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