David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – bipolarer Bedenkenträger

Ist es Mainstream, so kann es weg. Soeben ausgelesen: Joris-Karl Huysmans – „Gegen den Strich“ (1884)

von David Wonschewski

Vorabfazit: 3 von 5 Sternen

Da fragt mich doch die Tage einer, welchen Fitzek-Thriller ich am spannendsten finde. Bin ich gleich ausfallend geworden. Was unschön klingt, aber nicht zu vergleichen ist mit dem Ausraster, der mich befiel als man mir einen schönen Fernsehabend vorschlug – mit „Fuck Yu Göhte“. Allein die Tatsache, dass ich diesen Filmtitel auf korrekte Weise falsch geschrieben habe, verpasst mir schon Pickel. Wobei auch das noch schlimmer geht: Wenn Mark Foster im Autoradio kommt, funktioniere ich meinen Gurt zur Zwangsjacke um. Ist einfach sicherer für alle. Meinen ersten Mord beging ich schließlich zu Namikas Lied „Lieblingsmensch“. Dass ich noch frei herumlaufe, liegt daran, dass ich dem Gericht klar machen konnte, dass es sich dabei um eine lupenreine Affekthandlung handelt. Alles das hat in meiner unmittelbaren Umgebung zu einem regelrechten Pawlow geführt. Wenn Lena, Helene, Heidi oder Greta auf einer Mattscheibe auftauchen, bringen sich sofort alle in Sicherheit. Denn ich kann für nichts mehr garantieren.

Was Züge einer handfesten Misogynie trägt, ist natürlich keine solche. Ich ertrag nur einfach nichts, was jene abstrakte Menge namens „Masse“ bejubelt. Alles und jeder, der/dem mehr als 20 Leute anhängen, macht sich in meinen Augen verdächtig. Weil Erfolg immer kapitalistisch ist, der Weg nach oben immer über die Treppe der Vermarktung führt. Wenn ein erfolgreicher Mensch dann noch sympathisch tut, nett lächelt oder gar ein halbwegs unschuldiges Antlitz trägt, mag das manchen erfreuen, ich hingegen sehe da immer nur Chucky, die Mörderpuppe.

Ob es sein kann, dass ich einfach nur ein frustrierter, neidischer Typ bin, wurde ich schon gefragt. Ach ja und – das ist ja eh der neueste Argumentationsschrei bezüglich latent aggressiver Kerle – wovor ich denn Angst habe. Ich habe keine Angst. Ich möchte nur einfach – und hier sind wir schon mitten in Huysmans psychoanalytischem Ansatz – nichts mögen, was jeder mag. Weil etwas, was jeder mag, niemals einen Wert für mich haben kann. Was letztlich, laut Huysmans, daran liegt, dass ich mich für außerhalb der Menge stehend erachte, mir eine Sonderrolle zuschreibe. Mich ergo als etwas Besonderes sehe, seltsam auserwählt. Das geht nur mit einer gemütlichen Portion Arroganz einher. Und wo sich Arroganz findet, da findet sich zumeist auch ihr emsigster Treiber: die Angst.

Einerseits schön, dass ich mich soeben innerhalb eines einzigen Absatzes selbst widerlegt habe. Anderseits Bockmist, war das ja nicht das Ziel, als ich mit dem Tippen anfing hier. Eigentlich habe ich nur sagen wollen, dass ich an meine Augen und Ohren nur 3Sat und den Deutschlandfunk lasse. Und wenn ich mal richtig locker drauf bin noch ARTE.

Damit bin ich – und nein, das ist definitiv kein Eigenlob – so eine Type wie Huysmans‘ „Gegen den Strich“-Protagonist Floressas des Esseintes. Der hat das große Glück, in einen ziemlichen Reichtum hineingeboren zu werden und dazu noch ziemlich klug zu sein – dummerweise aber auch verdammt eigensinnig. Im Grunde geht ihm wirklich alles gegen den Strich, was die Menschen so zu billiger Zerstreuung treibt. Alles abgeschmackt, anbiedernd, aufgeplustert, hochgejazzt. Und je mehr Menschen sich an einem orte tummeln – einer Großstadt wie Paris etwa – desto schlimmer wird es. Ein einziges sehen und gesehen werden, ein ewiges Herumkaspern einer schnellen Karriere wegen – heute würde man es „networking“ nennen. War der Marktplatz in der Antike noch ein Ort der Weisheit und Wahrheitsfindung, so ist er längst verkommen zu einem Klatsch- und Tratschmoloch. Wäre ja vielleicht noch zu ertragen, wenn die Menschen wenigstens optisch schön wären. Aber was sind sie? Ein Haufen verkleideter Affen, springen allesamt herum im Menschenzirkus. Nein, homosexuell ist der dandyhafte, noch junge des Essientes nicht. Aber sogar mit Frauen hat er bereits abgeschlossen. Einfach weil dort, wo das eine Geschlecht die Nähe des anderen Geschlechtes sucht, stets auch die Maskerade beginnt. Ein Mann, der Wahrheit und Ehrlichkeit sucht, hat sich fernzuhalten vom Weibe, denn auch die männliche Suche nach einer Frau ist letztlich Vergnügungssucht, eine weitere Sehnsucht nach Zerstreuung. Auch körperlich betrachtet ein guter Ratschlag, denn das ganze Balzen, es erfolgt doch immer den gleichen stumpfsinnigen Regeln, hochmütig und stolz begegnen einem die Frauen zu Beginn, doch kaum hat man ihr Herz mit emotionalem Tüll gewonnen, bricht diese Fassade zusammen, hat Mann plötzlich ein unterwürfiges, anschmiegsames Wesen an der Seite, das Schutz verlangt. Wie schön wäre es doch, wenn Frauen auch in einer Partnerschaft noch ihren Stolz hätten, diese Würde und Kraft ausstrahlten.

Des Essientes nimmt seinen ganzen Zaster und zieht in ein Haus vor Paris. Ganz weg von Paris, nun, dafür reicht der Elan dann doch nicht, wie zwar nicht er, aber Huysmans entlarvend einfügt. Absetzbewegungen ergeben schließlich nur Sinn, wenn man die, von denen man sich distanzieren möchte, weiterhin im Auge behalten kann. Und dieses Haus richtet er sich nun enorm schmuck her, staffiert es mit Literatur und Malerei aus, lauter erlesenem Kunstgedöns. Und zudem so, dass er bestenfalls nie wieder dort raus muss, keinen Kontakt mehr mit Menschen hat. Um ganz eintauchen zu können in die erhabensten Kulturgüter der Menschheitsgeschichte, nur dort nach Wahrheit und Emotionen zu fahnden. Sogar mit seinen Dienern, einem alten Ehepaar, das er im oberen Stockwerk einquartiert, hat er einen speziellen Zeichencode verabredet, damit Gespräche und Begegnungen unnötig sind. Und wenn die alte Dame mal an seinem Fenster vorbeilaufen muss, so hat er ihr einen speziellen Schleier besorgt, den sie dann zu tragen hat. Damit sie wenigstens aussieht wie eine mittelalterliche Kirchenfrau, falls des Essientes gerade in dem Moment aus dem Fenster schaut.

Des Esseintes vertritt die These des Ästhetizismus, wonach die Natur primitiv und dem menschlichen Geist unterlegen ist, weshalb er alles Künstliche dem Natürlichen vorzieht. In der Einsamkeit widmet Des Esseintes sich seinen Liebhabereien: Er sammelt besondere Bücher antiker, frühchristlicher und mittelalterlicher Autoren, die er zum Teil in einer einzigen Ausgabe auf feinstem Papier und erlesen Einbänden für sich gestalten lässt; er widmet sich der bildenden Kunst, insbesondere der Malerei, wobei er besonders Redon und Moreau bevorzugt; er legt sich eine umfassende Sammlung exotischer Pflanzen zu, die ein Vermögen kosten und bald eingehen, befasst sich mit Edelsteinen und Düften und lässt sich sarkastisch über die Religion aus. Seine bevorzugte Literatur sind die Werke von Flaubert, Poe, Zola und Baudelaire. Zum Sinnbild seines lebenstötenden Stilwillens wird eine Riesenschildkröte, die er sich anschafft, um einen seiner Teppiche zu schmücken. Da sie ihm aber farblich doch nicht zu passen scheint, lässt er den Panzer des Tieres derart mit Gold und Edelsteinen verzieren, dass die Schildkröte daran stirbt. Sein Lebensstil ruiniert schließlich seine Gesundheit und fördert seine Neurosen. Er siecht langsam dahin. Verzweifelt lässt er einen Pariser Arzt herbeiholen. Dieser „zwingt“ ihn schließlich zur Rückkehr in die Gesellschaft.

Was in der Zusammenfassung wunderbar absurd und freaky klingt, gerät auf Romanlänge jedoch leider etwas ermüdend. Denn über viele Seiten liest sich „Gegen den Strich“ wie eine Aneinanderreihung von Fachartikeln zu Literatur, Religion oder auch Farbentheorie. Ellenlange, sehr trockene Einschübe, die in der Summe locker 70 Prozent des Romans ausmachen. Allein die ganzen Schriftsteller und Maler hier herunterzurattern, die Huysmans in zumeist nur vier bis fünf Zeilen streift, würde schlichtweg den Rahmen sprengen. Dass uns die Mehrzahl davon auch nominell unbekannt ist, macht die Sache noch zäher. Vergil, Tacitus, Jan Luyken, Théophile Gautier, Jules Barbey d’Aurevilly – waren mir alle schon vorher ein relativ klarer Begriff, aber ich will ehrlich sein: Das sind auch schon, mit den vorhin schon erwähnten weltberühmten Künstlern, die bekannteren Namen. Lukanus und Petronius? Mit Latinum, Hebraicum und Graecum in der Tasche darf ich mich zwar Altsprachler schimpfen, hilft aber nichts, bei Huysmans komme ich an meine Grenzen.

Was vielleicht ganz gut ist und zeigt, dass ich noch nicht ganz so verloren für die Masse bin wie des Esseintes. Der auch deswegen scheitert, weil weder seine sexuellen Kunstexperimente fruchten – er versucht es einmal mit einer Muskelfrau aus dem Zirkus, von der er sich eine brutal-maskuline Behandlung erhofft, damit auch er einmal weibliche Verhaltensweisen ausprägen darf, was nicht gelingt, da auch diese ihm kräftemäßig weit überlegene Frau im Bett wieder nur auf dem Rücken liegt und verachtenswert scheu erduldet; ein anderes Mal mit einer Bauchrednerin aus dem gleichen Zirkus, die ihn mit immer neuen Stimmen in die Irre führen muss, nur bitte nicht ihrer eigenen – und auch der katholische Glaube ihn nicht hält. Das wiederum ist einer der faszinierenderen Aspekte von „Gegen den Strich“, das mit derart viel Kirchenkritik aufwartet, dass es für den modernen Leser eine wahrliche Freude ist. Zumal bekannt ist, dass Huysmans sich wenige Jahre nach der Romanveröffentlichung der Kirche immer weiter annäherte und in späteren Jahren sogar in ein Kloster ging, was er selbst nie als seltsamen Widerspruch, sondern logische Folge empfunden hat.

Da der, der sucht und nicht findet, der wenig im Konkreten, dafür viel im Abstrakten findet, nach langer Reise immer bei Gott landet.

Kurzum: Ein echter Kopfroman für Leute, denen Bildung über Handlung geht, Attitüde über Spannung. Was auf mich – es gibt also noch Hoffnung! – offensichtlich nicht zutrifft, dafür war ich einfach zu froh als der Lektürekrampf vorbei war. Was so überraschend jetzt aber auch nicht ist. Schließlich habe ich auch alle Studioalben von Phil Collins und Elton John im Schrank. Kann einige Backstreet Boys-Songs auswendig mitsingen. Verpasse keine Folge des Traumschiffs mehr, seit vor einigen Monaten der Kapitän wechselte. Und gebe meine Stimme bei Wahlen längst der gutbürgerlich-etablierten Mitte. Himmel, bin ich Mainstream.

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8 Kommentare zu “Ist es Mainstream, so kann es weg. Soeben ausgelesen: Joris-Karl Huysmans – „Gegen den Strich“ (1884)

  1. davidwonschewski
    30. Oktober 2020

    Oh, das freut mich. Ma schreibt ja so ungern in den lufleeren Raum hinein, Resonanzboden tu immer gut! Viele Grüße!

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  2. TravelLiteratureandArt
    20. Oktober 2020

    Ich habe auf dem Blog in die ein oder andere Rezension reingelesen. Die hier habe ich vollständig gelesen. Nicht wegen dem Buch, sondern weil ich ansprechend getextet ist. Dabei habe ich zu Beginn verständnisvoll genickt und am Ende mich ebenso auf den Boden der Tatsachen gefunden. Schön geschrieben.

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  3. tala2019
    12. Oktober 2020

    Ich habe inzwischen den Verdacht, dass sich 99% der Menschen selbst nicht als Mainstream betrachten. Mich eingeschlossen. 😉

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  4. Pingback: Ist es Mainstream, so kann es weg. Soeben ausgelesen: Joris-Karl Huysmans – „Gegen den Strich“ (1884) – Splitter & Balken

  5. Manfred Rosenboom
    6. Oktober 2020

    Schöner Text. Arno Schmidt fiel mir ein: „16 war ich, bin ich aus Euerm Verein ausgetreten. Was Euch langweilig ist: Schopenhauer, Wieland, das Campanerthal, Orpheus; ist mir selbstverständliches Glück; was Euch rasend interessiert: Swing, Film, Hemingway , Politik: stinkt mich an. – Du kannst Dirs gar nicht vorstellen; aber Du siehst ja, daß ich nicht etwas „blutleerer“ oder papierener bin als Ihr:“ (Schmidt A Brand’s Haide
    93)

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  6. Bludgeon
    5. Oktober 2020

    Scheinst einen Lauf zu haben. Schon wieder eine Pracht-Rezi. Hoffentlich stimmt der letzte Abschnitt nicht.
    Zu „Gegen den Strich“ scheint mir ausnehmend gut „Gegen den Strom“ (Paul Heyse) zu passen. Versuch mal einen Heyse. Gewollt in die Vergessenheit gestoßen. Seit 2020 schwärm‘ ich nun für einige seiner Werke. „Gegen den Strom“ ist ein wütendes Spätwerk von 1907 aktuelle Interpretationsmöglichkeiten inclusive.
    ich wette, dass sich davon Hesse für’s „Glasperlenspiel“ inspirieren ließ.

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  7. Hans-Hasso Stamer
    5. Oktober 2020

    Hat dies auf Splitter & Balken rebloggt und kommentierte:
    David, Deine Literaturrezensionen sind immer wieder ein Lesegenuß. Ich habe mir erlaubt, Deinen Beitrag zu kommentieren und zu rebloggen.

    Gefällt 1 Person

  8. Hans-Hasso Stamer
    5. Oktober 2020

    Eine Triggerwarnung (man muss ja mit der Zeit gehen) vorneweg: Alte Männer wie ich haben nichts mehr zu verlieren. Hier mein Text:

    Amüsant geschrieben. Das ist also der Huysmans, den man von Houellebecq kennt. Amüsant war auch die Liste der persönlichen Aahs und Boahs des Massengeschmacks. Die ist so unterschiedlich bei mir nicht. Die genannten Fernsehlieblinge führen auch bei mir, wie inzwischen auch Talkshows und die Tagesschau, zur sofortigen Notabschaltung der Empfangseinrichtung. Aber ich erinnere mich, vor Jahren begeistert „Newtopia“ gesehen zu haben. Trotzdem verstehe ich den Erfolg des Dschungelcamps nicht. Aber vielleicht bin ich in der Jugend zu stark gemobbt worden, da stoßen mich pubertäre Psychospielchen und Beliebtheitsrankings eher ab.

    Also eigentlich alles im grünen Bereich. Fast. Denn die bürgerliche Mitte zu wählen, das wäre also heute die CDU, wie kann man nur diesen Irrweg gehen?

    Die CDU, einst bürgerlich, dann von Mutti übernommen, aller Hoffnungskader beraubt, auf links gedreht und auf Linie gebracht? Bürgerlich nur noch der Fassade nach, in Wirklichkeit linksradikal und heftig an der Anschlussfähigkeit zu Grün arbeitend? Wer soll sonst gemeint sein, etwa die FDP, dieses gelbe Wäschelabel für die kleine 40° Wäsche zwischendurch? Oder gar die Grünen, die politische Heimat aller, die im ÖD für viel Geld ihren Hintern plattsitzen und sich gerne ein veganes Gewissen kaufen?

    Und die „Linke“? Schade, dass man mein schallendes Gelächter nicht hören kann. Ich habe die Brüder 40 Jahre erleben müssen, das reicht für ein ganzes Leben. wer wissen will, was von denen zu halten ist und nicht die Gnade der frühen Geburt hat, sollte Hubertus Knabe und Vera Lengsfeld lesen. Mein Bedarf an „Sozialismus“ ist gedeckt, für immer.

    Ach ja, und dann gibt es ja auch noch die SPD. Die „Linke“ ohne SED drin. Deren letztes Parteimitglied, das meine Achtung genossen hat, Thilo Sarrazin, haben sie ja gerade ausgeschlossen. Dieser postengeilen Chaostruppe wünsche ich die Bekanntschaft mit der Fünf-Prozent-Hürde noch heftiger als der Linken. Das Wertvollste an dieser Partei sind die Rolexe von Frau Chebli.

    Nein, die einzige Partei, die man als selbsternannter Nonkonformist noch mit gutem Gewissen wählen kann, ist doch die AfD. Geht nicht, wegen „Vogelschiss“ usw.? Dazu nur ein paar Sätze aus der „Vogelschiss“-Rede, die in keiner Zeitung standen: „Ja, wir bekennen uns zu unserer Verantwortung für die 12 Jahre …. liebe Freunde, uns muss man nicht vom Unwert des Nationalsozialismus überzeugen. Wir haben diesen Unwert im Blut … Aber das deutsche Judentum von Ballin und Bleichröder über Rathenau und Kantorowicz war Teil einer deutschen Heldengeschichte, die Hitler vernichten wollte.“

    Das sind also die Nazis und Antisemiten der AfD. Sarkasmus aus. Es ist sicher mit ein bisschen mehr Mühe verbunden, die Rede zu finden, die Medien haben ja immer nur dieses einzige Wort kolportiert.

    Ich kann es auch kürzer machen: Wer heutzutage nicht als „rechtsextrem“ gilt, der hat nicht nur etwas falsch gemacht, der ist einfach nicht mehr bei Trost. Mutti macht aus unserem schönen Land ein Irrenhaus, wir werden überfremdet, gespalten und zersetzt, und du wählst die Schuldigen auch noch? So viel Huysmans kannst du gar nicht lesen, um das wiedergutzumachen.

    Ach, ich vergaß, jetzt habe ich doch gerade selber die Intoleranz gezeigt, die ich fast allen, die jünger sind als ich, also Baby bis Jungrentner, vorwerfe. Ist wahrscheinlich ein Generationsproblem. Ich bin schließlich schon Jahrgang 1950. Also, wähle wen du willst. Ist eh egal, solange sich die Masse ihre politische Einstellung nach wie vor von „Tagesschau“ und „heute“ aufs Auge drücken läßt. Wenn Wahlen etwas ändern würden…

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 31. März 2021 von in 3 Sterne, Huysmans, Joris-Karl, Soeben ausgelesen, vor 1950 und getaggt mit , , , , , , .
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