David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – bipolarer Bedenkenträger

Ein Mann geht freiwillig unter. Autorin Nikoletta Kiss befragt David Wonschewski zum Roman „Blaues Blut“ – das Interview danach.

Das Interview “danach”

Autorin Nikoletta Kiss befragt David Wonschewski zu seinem neuen Roman “Blaues Blut – Ein Biedermeiersehnsucht”

(erst das Interview „davor“ lesen? Gerne: HIER)

Das Interview “danach” impliziert, dass es ein Interview “davor” gab. Bei unserem letzten Gespräch war dein neuer Roman “Blaues Blut” noch in Druck. Du hattest uns schon vorab Einblicke in den Entstehungsprozess gegeben und Lust auf den Roman gemacht. Nun habe ich ihn endlich lesen können. Ich muss sagen, er hat mich gefesselt, reingezogen und ausgewrungen wieder ausgespuckt. Es war ein großartiger, typischer Wonschewski, und doch ist der Roman ganz anders als deine bisherigen Romane. Warum, dazu kommen wir noch.

Nikoletta (N): Der Klappentext vermittelt etwas den Eindruck, es handele sich um einen Agententhriller. Ich würde den Roman aber ungern darauf reduzieren, die Agentenstory darin ist für mich eher einer der vielen Facetten des Romans. Vielmehr steht im Mittelpunkt der Einblick in Psyche eines in sich zerrissenen Mannes, der vom jungen Rebellen zum Wutbürger wird, sich am Optimierungswahn der Leistungsgesellschaft und der Unaufrichtigkeit der Welt aufreibt und sich in seinen Menschenhass so sehr hineinsteigert, dass er sich selbst völlig abhandenzukommen droht. Im Unterschied zu deinem Debütroman “Schwarzer Frost”, der einen ähnlichen Misanthropen zum Protagonisten hat, handelt es sich hier aber um einen Entwicklungsroman. Wie sieht’s du das?

David (D): Entwicklungsroman, das trifft es ganz gut. Bei „Schwarzer Frost“ ging es mir darum, jemanden zu zeigen, der in seinen vorgefassten negativen Meinungen zementartig derart drinsteckt, dass er allem und jedem seine misanthropische Schablone überstülpt, sich die Welt nach Belieben so düster malt, wie es ihm gefällt. Das ist in „Blaues Blut“ anders, was natürlich auch an der erzählten Zeit liegt, die Handlung erstreckt sich anders als im „Frost“ über viele Jahre. Frankenfelder wird als Abiturient ein wenig auffällig, will jedoch irgendetwas erreichen im Leben, will los, will raus in die Welt. Anders als der Protagonist im „Frost“ ist er keiner, der allem dunkle Seiten abtrotzt und daran verreckt, er ist einer, der aufbegehrt. Das aber leider nur mit seinen bescheidenen Mitteln, etwas plan-, sehr ziellos. Nicht zu vergessen, dass er etwas ist, was der Protagonist im „Frost“ nie war: prinzipiell beziehungsfähig.

N: Du hast einmal erwähnt, deinen Debütroman “Schwarzer Frost” (2012) hättest du in drei Schwüngen heruntergeschrieben. 2014 folgte dein Erzählband “Geliebter Schmerz”, das Jahr darauf der Roman “Zerteiltes Leid”. “Blaues Blut” ist erst sieben Jahre später erschienen. Warum hat es solange gedauert?

D: Nun, dreiviertel des Romans waren schon 2016 fertig. Mir fehlte jedoch noch eine Idee, wie ich das alles sinnhaft verschachtelt kriege, wie ich das ineinanderflechte, wie ich da den Dreh, den ich im Kopf hatte, literarisch aufs Papier bringe. Eine gewisse Orientierungslosigkeit ist ja bewusst von mir gewählt, hätte ich den Stoff aber 2016 irgendwie abgegeben, es wäre definitiv ein heilloses Durcheinander gewesen, nicht schwer verständlich, sondern gar nicht verständlich. Nun, dann funkte mir das Leben dazwischen, Job und Privatleben waren von 2017 bis 2020 so, dass ich keinen vernünftigen Gedanken fassen konnte. Das ging erst ab 2021 wieder. Eigentlich wollte ich da das ganze Manuskript löschen, war paarmal kurz davor. Um mich davon zu befreien, so ein beinahe, aber eben nur fast fertiges Buch rumpelstilzt dir ja unsagbar nervig im Hirn herum. Kaum hatte ich aber den Entschluss gefasst, es zu ermorden, fiel mir doch prompt ein, wie ich das alles abgebunden und rund kriege. Vielleicht war es auch einfach nur der gehörige Abstand, der mich den Stoff neu und klarer sehen ließ.

N: Ich weiß aus unseren Unterhaltungen, dass deine Texte aus dem Inneren herausdrängen. Das Kopfkino läuft und du schreibst mit. Sinngemäß sagtest du einmal, du hättest immer Material, die Schwierigkeit bestünde darin, diese Kopfergüsse auf das Wesentliche zu reduzieren. Dein Roman “Schwarzer Frost” besteht aus einem einzigen furiosen inneren Monolog, da kann ich mir diesen Prozess sehr gut vorstellen. Auch “Blaues Blut” lebt von diesen genialen Tiraden und der erlebten Rede seiner Figuren, jedoch ist der Roman sehr viel komplexer und raffiniert konstruiert. Er wird auf mehreren Zeitebenen und aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Der Plot ist assoziativ, trotzdem gibt es einen klaren Spannungsbogen, einen Höhepunkt – genauer genommen, den Tiefpunkt –  und am Ende fügen sich die Fäden zusammen. Einen solchen Roman schreibt man nicht in ein paar Schwüngen herunter. Hast du dieses Mal geplottet, mit Excel-Tabellen gearbeitet? Wie ist er entstanden?

D: Auch wenn die Antwort mich selbst etwas schmerzt: Nein, habe ich nicht. Habe ich auch noch nie. Ich habe vor vielen Jahren auch die vielen Leitfäden gelesen, in denen erklärt wurde, wie man einen guten Stoff findet, welche Vorbereitungen man trifft, Skizzen, Charakterisierungen, alles das. Halte das bei meiner Art von Büchern allerdings für suboptimal. Wenn ich drei Monate lang erst einmal 50 Blätter volltheoretisiere, bevor ich den ersten wirklichen Romansatz schreibe – habe ich kein Buch mehr, ist es weg, verbrannt, zerstört. Ich lebe von einer gewissen Intuition, ich lebe auch davon, dass ich nicht alles vorgeplant habe. Ich weiß immer, wo der Protagonist am Anfang steht und wo er am Ende steht. Auch eine kleine „Moral von der Geschichte“, also das Thema, habe ich natürlich vorher, auch plot points. Und für den Rest spezielle Hilfsmittel, kleine Kniffe, an die ich mich fortwährend anlehnen kann und natürlich auch muss, damit sich dem gewollten Abdriften nicht doch ungewolltes hinzugesellt. Ich kenne Autoren, die verbringen dreimal so viel Zeit für die Vorplanung wie für das eigentliche Schreiben danach. Je nach Genre ist das ganz wunderbar, der Vorteil ist dann auch oft, dass das Runterschreiben recht fluffig verläuft, da auch nicht so wahnsinnig viel geändert und neu geschrieben werden muss, auch vom Lektorat kaum Klagen kommen. Das ist bei mir natürlich anders. Ich fuhrwerke mir einen Wolf, habe auch gut und gerne 20 Versionen von jedem Buch auf dem Rechner. Und ohne Lektorat, das prüft, ob da überhaupt noch irgendwer durchsieht, wäre einer wie ich natürlich komplett verloren.

N: Dein Protagonist Frankenfelder in “Blaues Blut” ist wie der namenlose Held in “Schwarzer Frost” ein zutiefst entfremdeter Charakter. Ein Blindgänger, der jederzeit hochgehen könnte. Der Unterschied zwischen den beiden Männern ist, dass Frankenfelder, nachdem er einen absoluten persönlichen Tiefpunkt erreicht hat, sich emporhebt und eine gewisse Läuterung durchmacht. Was ist seine Motivation, doch noch in die Welt zurückzukehren?

D: Der Vorteil, den Frankenfelder gegenüber dem Protagonisten in „Schwarzer Frost“ hat, ist der, dass er das gefunden hat, wonach der andere vergeblich stocherte. Da wir nicht spoilern wollen, lass es uns doch einfach eine „höhere Ordnungsmacht“ nennen. Leute, die auf dem absteigenden Seelenast sind, wollen ja gemeinhin nichts so sehr wie überzeugt werden von etwas, an das man glauben kann, etwas, für das es zu leben, vielleicht sogar freudig zu leiden lohnt. Wohl dem, dem sich dieses etwas offenbart.

N: Frankenfelder wird letztlich von einer Frau mit strenger Hand gerettet, der er sich unterordnen kann. Diese Frau ist Mutter und sehnt sich nach einem Ehemann und einem Vater für ihre zwei Töchter. Ihre Erfahrungen mit Männern haben sie hart gemacht, an die Liebe glaubt sie nicht mehr. So finden sich zwei Menschen, die sich gegenseitig brauchen. Eine Lebenskonstellation entsteht, die nicht auf Liebe, sondern auf Sicherheit beruht und deshalb vielleicht sogar besser funktioniert. Diese Wendung gibt dem Roman einen feministischen Dreh und vielleicht sogar ein hoffnungsvolles Ende, wenn auch ein tragisches. Empfindest du das ähnlich?

D: Absolut. Wobei ich das Ende eher als unausweichlich bezeichnen würde, denn als tragisch. Wobei jeder Tragik natürlich auch eine gewisse Unausweichlichkeit innewohnt, die beiden Begriffe liegen wohl ziemlich nah beieinander, mit dem Unterschied, dass „unausweichlich“ nüchtern beschreibt, was „tragisch“ zu romantisieren bereit ist. Feministisch ist es gewiss, ob dieser Feminismus aber nun jeder und jedem gefällt, ist gewiss eine andere Sache. Am Ziel allen Strebens wartet halt nicht immer nur der Regenbogen, sondern oftmals auch einfach nur eine andere Matschpfütze. Ich habe mich aber bemüht, diese Tragik im Roman als etwas zu formulieren, was die meisten gewiss auch so kennen, wissen, selbst erfahren haben. „I beg your pardon, I never promised you a rose garden” sang Lynn Anderson schon 1970. So anders ist die Geschichte, die ich da erzähle, eigentlich nicht. Oder was meinst du?

N: Cristina, eine frühere Partnerin von ihm, hat Frankenfelder aufrichtig geliebt. Sie glaubte einst ihre Liebe zu ihm könne alle Hindernisse überwinden und merkte dann, es stimmte nicht, sie vermochte ihn nicht zu retten. Cristinas Figur erinnert mich an Marie aus “Schwarzer Frost”. Immer wieder wurden auch ihre Versuche zu Lieben ad absurdum geführt. Warum vermag die Liebe deine Figuren nicht retten?

D: Hm, das fragst du mal besser meinen Therapeuten, ha. Nein, im ernst: Das sieht sich recht ähnlich, ja, hängt aber wohl damit zusammen, dass eine liebende Frau einen zur Selbstzerstörung neigenden Mann seit jeher nicht retten kann. Vielleicht ist auch genau das ein Problem, dass nur wirklich emanzipierte Frauen lösen werden: Dieses „ihn retten wollen“ ist nun einmal ein sehr weibliches Phänomen, kommt andersherum nur selten vor. Keine Ahnung, woher Frauen diesen etwas absurden Auftrag nehmen, ich weiß lediglich, dass es immer der Anfang vom Ende ist. Die Frage ist dabei gar nicht so sehr, ob man das als liebende Frau nicht doch schaffen kann, die Frage ist vielmehr, warum man sich das von Tag eins einer Beziehung an als Frau überhaupt antun soll. Frauenleben ist so schon schwierig genug, Mutterleben sowieso. So wird das dann zum Einfallstor für all die bekannten Nachfolgeprobleme, von Co-Abhängigkeit bis zum narzisstischen Psychoterror. „Love will tear us apart“ sangen – ich mit meinen Liedern aber auch immer – Joy Division bekanntlich. Liebe kann einen erschlagen, vor allem, wenn man das Gefühl hat, sie nicht verdient zu haben. Und wenn man zurückliebt, dann will man den anderen, hier die andere, schützen. Das geht mitunter am besten, indem man sich selbst zerstört anstatt die andere. Sich von einer geliebten Person trennen, kann mitunter der größte Liebesbeweis sein. Schnüff.

N: Dein Roman “Schwarzer Frost” hatte dir 2013 erste Vergleiche mit Thomas Bernhard und David Foster Wallace eingebracht. Auch in “Blaues Blut” spürt man den Einfluss Thomas Bernhards auf dein Schreiben. Du arbeitest zum Beispiel viel mit Wiederholungen. Ist das ein Stilmittel, das du bewusst einsetzt?

D: Aber selbstverständlich. Zerrissene und zerhirnte Menschen denken so, die Gedanken kreisen, man kommt nicht vom Fleck, überlegt sich dumm und dämlich und kommt mit schöner Regelmäßigkeit an dem Punkt an, von dem man kurz vorher erst startete. Das kann und soll für Leserinnen und Leser bis zu einem gewissen Grad enervierend sein, denn so stellt es sich dem Durchdenkenden ja dar, als wahnsinnig nervtötend. Die von mir gewählte Form unterstützt gewissermaßen den Inhalt. Ist ein Balanceakt, man kann nicht die Befindlichkeiten eines jeden Lesers treffen, für manche ist das zu viel des Kreisels. Da stecke ich natürlich ein wenig in der selbstgestellten Themenfalle, wenn ich Frankenfelder so beschriebe, dass jeder den ganz fluffig findet und Bipolarität in der Folge für eine hübsche Sache hält, dann habe ich was falsch gemacht, nicht den richtigen Ton getroffen. Erst wenn einer das Gequatsche auch unerträglich findet und mein Buch ab und an gegen eine Zementwand donnern will, habe ich ein wenig was richtig gemacht. Das miese Feedback ist bei mir daher nicht immer und automatisch die schlechteste Rückmeldung, derweil manch Lob ein richtiggehender Tiefschlag sein kann. Verdrehte Welt, ha.

N: Du hast neben deinem Dasein als Schriftsteller noch einen “echten” Job und eine Familie. Wie und wann findest du Freiräume zum Schreiben? Erzählst du uns von deinem Alltag?

D: Wie ich die Freiräume finde? Na, so wie alle anderen in meiner Situation auch: gar nicht. Ha! Ich habe da aber ein wenig Glück im Pech durch meine leicht ungewöhnlichen Arbeitszeiten. Als Sonntagsarbeiter habe ich freitags komplett frei, da ist bis 18 Uhr sturmfreie Bude, da dröhnen hier PostPunk und Harcore aus den Boxen, da klimpern und klippern die Tasten. Zudem fange ich unter der Woche immer erst um 11 Uhr an mit meinem Brotjob. Das führt dazu, dass ich hier von 7.30 Uhr bis 11 Uhr sturmfreie Bude habe, da dröhnen dann PostPunk und Hardcore aus den Boxen, da …na ja, siehe oben. Also ganz oben. Ich wiederhole mich.

N: Dein Roman ist, wie bisher alle deine Bücher, bei Periplaneta erschienen, einem kleinen, unabhängigen Berliner Verlag. Kleine Verlage operieren mit knappen Budgets und sehr begrenzten Ressourcen, die Pandemie hat die Situation noch verschärft. Oft bleiben kaum Ressourcen für das Marketing. Wie ist es dir in dieser Hinsicht ergangen? Hast du den Eindruck, dein Buch bekommt die nötige Aufmerksamkeit?

D: Nein. Was ich auch nur deswegen vollkommen uneitel sagen kann, weil das 99 Prozent aller Autorinnen und Autoren von sich sagen. Sogar die, die richtig fett in Feuilletons stattfinden und bei Großverlagen veröffentlichen, kloppen sich mit eben diesen Verlagen und den PR-Leuten, weil da doch deutlich hätte mehr gehen müssen, wie sie denken. Es gibt einen schönen Briefverkehr von dem murrenden Thomas Bernhard mit seinem Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld, wo Bernhard den Unseld anfährt, dass er mit einem Rucksack voller Bücher durch die einsamen österreichischen Berge wandern könnte und immer noch mehr abverkaufen würde, als Suhrkamp es hinbekommt. Tja, letztlich ist es wie beim Gehalt, Wohl dem (und bei gerade dem Thema auch der), der oder die sich gerecht bezahlt findet. Ich persönlich kenne niemanden, der das tut. In Sachen Wertschätzung scheint mir der Mensch eine ziemlich gierige Gotteserfindung zu sein, kriegt den Hals nie voll genug, egal auf welcher Stufe von was auch immer er bereits steht.

N: Letzte Frage zum Titel: “Blaues Blut – Eine Biedermeiersehnsucht”. Der Untertitel wirkt wie ein Widerspruch. Erklärst du uns kurz was dahintersteckt?

D: Wenn du mir erklärst von welchem Widerspruch du redest, sehr gerne!

N: Also mein Verständnis war, Blaues Blut steht für eine Künstlichkeit, eine Entfremdung des Individuums durch den Optimierungswahn der Gesellschaft, bis nur noch etwas Perfektioniertes, Künstliches von einem übrig bleibt – wie der Adel ja auch ist; und die Sehnsucht nach Biedermeier ist die Sehnsucht nach dem Rückzug ins Private, ins Ursprüngliche, es ist etwas heimelig und kitschig aber warm und mit Gefühl und Menschlichkeit, also die Hinwendung Frankenfelders zur Familie. Aber dann gibt es diese Stelle, die beschreibt, dass das Blaublütige das Reine sei, die Stufe auf der man den Gesellschaftsschmutz aus sich ausgemerzt hat durch Rückzug – und da war ich verwirrt. Irgendwas sollten wir schon zum Titel sagen, den jeder fragt sich, was er bedeutet.

D: Eben. Und ich freue mich über deine Interpretation, Himmel, die ist gut. Da wäre ja nicht einmal ich selbst drauf gekommen. Muss dieses Michael Stipe-Phänomen sein. Der R.E.M.-Sänger und Texter hat mal gesagt, dass er unversehens irgendwann in so einer Kiste für Bedeutungsschwangere gelandet ist und da auch nicht mehr herauskam. Wurde dann dauert von Journalisten mit ernstem Gesicht gefragt, ob es sein kann, dass in Lied xy das Bild mit, ich spinn mal, dem Raben auf dem Hochhaus, der die Sonne nicht sieht, weil er geblendet ist vom Matsch in den Straßen, ob also dieses wunder-, wirklich wunderbare Bild, Herr Stipe, auf die aktuelle Situation der Straßenkinder in Montevideo aufmerksam machen soll. Und Stipe saß da und wusste nicht, ob es taktisch nun so geschickt wäre, dem Interviewer zu sagen, dass er keine Ahnung hat, was in Montevideo so abgeht und ihm die Straßenkinder dort – gibt es welche, ja?? – folglich egal seien. Er eigentlich, ja also eigentlich nur was brauchte, was sich auf „Rabe“ reimt und das an Tiefgang eigentlich auch schon alles sei. Warum es „Blaues Blut“ heisst ist simpel und steht sogar im Roman konkret drin, ich verzeihe es aber jedem, der das überlesen hat. Hat halt auch immer was von Wimmelsuchbild bei mir. Die „Biedermeiersehnsucht“ bezieht sich auf das Steckerziehen. Letztlich ist Frankenfelder eine moderne Version des Bartleby von Melville. I prefer not to.

N: Ich danke Dir für dieses spannende Gespräch!

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Lesen Sie auch: Tanz auf Buchrücken – Kiss & Wonschewski streiten über Kunst, Kultur und Frauenquoten. Wo? Na: HIER.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 8. Mai 2022 von in Nachrichten und getaggt mit , , , , , , .
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