David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – bipolarer Bedenkenträger

„thomasbernhardscher Furor“. Weitere Stimmen zu „Blaues Blut“ von David Wonschewski – die Literaturbloggerszene meldet sich zu Wort.

Der Literaturblogger tom.wihajster hat meinen Roman „Blaues Blut“ soeben begutachtet und mir einen „thomasbernhardschen Furor“ bescheinigt. Das freut mich insofern ungemein, da ich eigentlich lebens- und kunstzermürbt beschlossen hatte den hinter mir zu lassen. Aber man kennt es ja, je mehr du etwas versuchst abzustellen, desto deutlicher tritt es zutage… da vermutlich nicht alle Instagram haben erlaube ich mir den ganzen Text hier zu copypasten.

Weitere Stimmen und Reaktionen finden sich: HIER.

Ich wünsche ein tolles Wochenende!

Im Kopf von David Wonschewski

Wie Ihr alle folge ich hier auf Insta @diegrosseseitenwende (falls nicht, dann aber hopp!). Die Beiträge von David verblüffen mich jedesmal wieder neu ob ihres Esprits, ihres Drives und ihrer Unerschöpflichkeit. Ich frage mich dann immer, wie es im Kopf von jemandem aussehen muss, der so schreibt. Das Wort- und Ideengewitter stelle ich mir so intensiv vor, dass man damit locker alle unsere Energieprobleme lösen könnte, wenn es nur ans republikanische Stromnetz anschlösse… (Wladimir Putin hates this idea!).

Jetzt gibt es einen neuen Roman von David Wonschewski und damit die Chance, ein bisschen tiefer in den Gedankenkosmos des Autors einzudringen. Und eins kann ich sagen: der Mann kann nicht nur Sprint, sondern auch Marathon. Es geht um Frankenfelder. Einen Mann, mit dem was nicht stimmt. Bereits als Abiturient begeht er einen Fehltritt, der seinen labilen Charakter offenbart: er kackt auf den Bürostuhl des Vaters eines Schulfreundes. Seitdem hat man ihm im Auge. IM „Krebs“ von Orks, der Organisation rechtschaffener kontinentaleuropäischer Männer hat ihn erst im Auge und dann auf der E-Liste (E für Eliminierung). Frankenfelder weiß davon nichts, aber er kämpft sich am Leben ab und beschließt irgendwann, nicht mehr mitzumachen. Keine Fassade mehr aufrecht zu erhalten, keine Regeln mehr zu befolgen, sondern sich einfach rauszuziehen. Bis zum Null- und Endpunkt dauert es aber geschlagene zwanzig Jahre, in denen Frankenfelder nicht nur von IM Krebs beschattet, sondern auch von zwei weiteren Figuren begleitet wird: Cristina und Cosmin. Diese Vier umkreisen sich nicht nur, sie durchdringen sich auch und als Leser fragte ich mich immer mehr, wer davon eigentlich real und wer nur als Abspaltung Frankenfelders existiert… Mehr sei hier nicht verraten, aber der Text von David Wonschewski hat die Kraft und den Esprit, die ich von seinen Blogbeiträgen kenne. Obwohl nicht viel an Handlung passiert, zieht er durch thomasbernhardschen Furor den Leser mit. Ein Beitrag zur Gesellschafts- und Befindlichkeitsanalyse heutiger Männlichkeit, der nicht nur philosophisch, sondern vor allem auch sehr witzig ist. Chapeau! (Und jetzt brauch ich Nutella!)“

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 15. Mai 2022 von in Nachrichten und getaggt mit , , , , , .
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