David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – bipolarer Bedenkenträger

Archiv der Kategorie: 1950 – 1999

Der Unhold trägt immer ’nen Afro. Soeben ausgelesen: Chester Himes – „Die Geldmacher von Harlem“ (1962)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Wurde inzwischen eigentlich herausgefunden, ob die von mir so hingebungsvoll verteidigte Rasterfahndung tatsächlich nur noch von gewaltaffin-schizoiden Vollspacko-RassistInnen so hingebungsvoll verteidigt wird? … Weiterlesen

1. Juli 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Wie ich einmal mit einem The Who-Shirt an der kreativen Berliner Elite vorbeilief. Soeben ausgelesen: Ralf Rothmann – „Stier“ (1991)

von David Wonschewski Charlottenburg. Mein Entschluss war im Jahre 2008 reichlich überlegt – und erwies sich unter Kollegen und Freunden als nicht minder reichlich unpopulär. Warum das so ist, sei … Weiterlesen

13. Juni 2022 · Ein Kommentar

Über den Sinn und Unsinn gelungener Integration. Soeben ausgelesen: Samuel Selvon – „Die Taugenichtse“ (1956)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Worin liegt es nun begründet, das Geheimnis jener sagenumwoben „erfolgreichen Integration“? Und noch viel wichtiger: Wer trägt die Hauptschuld daran, so diese … Weiterlesen

9. Juni 2022 · Ein Kommentar

Sex von der Stange. Soeben ausgelesen: Mario Vargas Llosa – „Der Hauptmann und sein Frauenbataillon“ (1974)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Malente. Ganz klar. Malente ist ein kleiner Ort in Schleswig-Holstein, keine 15.000 Einwohner, der außerhalb der unmittelbaren Region eigentlich komplett unbekannt sein … Weiterlesen

7. Juni 2022 · Ein Kommentar

Freaksichtung in Moskau. Soeben ausgelesen: Michail Bulgakow – „Meister und Margarita“ (1966)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Ein Roman, in dem fast alle Protagonisten entweder spurlos verschwinden oder aber im Irrenhaus landen – oh doch, ein solches Büchlein kann … Weiterlesen

2. Juni 2022 · 2 Kommentare

Und dann der Kaktusgarten, konnten sie nicht warten? Soeben ausgelesen: Philip Roth – „Amerikanisches Idyll“ (1997)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Gegen Ende, als „der Schwede“ mit seiner Frau, seinen jüdischen Eltern und einigen Nachbarn in seinem Wohnzimmer sitzt, sieht, wie sich alle … Weiterlesen

15. Mai 2022 · 2 Kommentare

Ich will immer da hin, wo ich gerade nicht bin. Soeben ausgelesen: Philip Roth – „Gegenleben“ (1986)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Als ich 1999/2000 mit dem Rucksack einige Monate durch Israel und die palästinensischen Gebiete reiste, begegnete ich vielen – man ahnt es … Weiterlesen

6. Mai 2022 · 4 Kommentare

Feministische Literatur für Männer. Soeben ausgelesen: Orhan Pamuk – „Cevdet und seine Söhne“ (1982)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Die Midlife Crisis des Mannes beginnt, so ehrlich wollen wir sein, schon mit 15 Jahren. Er spürt, dass er für Großes geschaffen … Weiterlesen

28. April 2022 · Ein Kommentar

Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Soeben ausgelesen: Philip K. Dick – „Der dunkle Schirm“ (1977)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Beliebte Bibelstelle, dieses 1Kor 13,12 – also aus dem ersten Brief des Paulus an die Korinther. Inspirierte schon 1961 den Pastorensohn Ingmar … Weiterlesen

17. März 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Der große Sprung ins Leere. Soeben ausgelesen: Dag Solstad – „Elfter Roman, Achtzehntes Buch“ (1992)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Aber natürlich ist die Suizidstatistik bemerkenswert. Denn Selbstmorde finden zuvorderst dort statt, wo man sie – rein logisch betrachtet – am wenigsten … Weiterlesen

17. März 2022 · Hinterlasse einen Kommentar

Wenn die Titan-Molybdän-Decke mal wieder versagt. Soeben ausgelesen: Stanisław Lem – „Der Unbesiegbare“ (1964)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Ach herrje. Science Fiction. Da habe ich es ja nicht so mit. Klar, im Alter von sechs wollte ich „Weltraumfahrer“ werden, Peter … Weiterlesen

17. Dezember 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Bücherverbrennung muss man können. Soeben ausgelesen: Yoko Ogawa – „Insel der verlorenen Erinnerung“ (1994)

von David Wonschewski Kennen Sie das etwas widersinnige Gefühl, wenn Sie bei der Lektüre eines Buches Seite für Seite merken, dass es ein ungeheuer gutes Buch ist – und Ihnen … Weiterlesen

16. Dezember 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Heitere Misogynien in Dur. Soeben ausgelesen: Amélie Nothomb – „Die Reinheit des Mörders“ (1994)

von David Wonschewski Der Satz, der mir das Genick brach, lautete wie folgt: „Es fasziniert und erfreut wie Reinhard Mey nach zwei eher mittelmäßigen Alben in den 90er-Jahren nicht einfach … Weiterlesen

12. Dezember 2021 · 3 Kommentare

Über die Notwendigkeit Blinde zu erschießen. Soeben ausgelesen: José Saramago – „Die Stadt der Blinden“ (1995)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Ich nehme Corona noch immer nicht ernst. Also faktisch schon, durchaus. Ich wittere keine Verschwörung, keinen Fake, sogar mit dem so beliebten … Weiterlesen

5. Dezember 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Maskuline Blödheit – heiraten wollen, aber die Gesetzeslage nicht kennen. Soeben ausgelesen: Philip Roth – „Mein Leben als Mann“ (1974)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Hat eigentlich, wie der Dramatiker Edward Albee in seinem berühmten Ehezerrüttungsstück Anfang der sechziger Jahre fragte, noch irgendjemand Angst vor Virginia Woolf? … Weiterlesen

1. Dezember 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Zwischen Proust und Kafka. Soeben ausgelesen: Michel Butor – „Der Zeitplan“(1956)

von David Wonschewski Vorabfazit: 2 von 5 Sternen Sagen wir doch wie es ist: Genauso oft wie der Akt des Verleihens gut gemeint ist, fällt man damit komplett auf die … Weiterlesen

13. November 2021 · Ein Kommentar

Blutrünstige Lektionen in Feminismus und Antirassismus. Soeben ausgelesen: James Ellroy – „Blut auf dem Mond“ (1984)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sterne Wussten Sie, dass ich zu Schulzeiten ein scheuer Außenseiter war? Vergeistigt, poetisch. Wenn andere sich in den Pausen trafen und einen auf … Weiterlesen

31. Oktober 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Lagerkoller auf doppelbödigem Doppelboden. Soeben ausgelesen: Philip K. Dick – „Irrgarten des Todes“ (1970)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Man mag es mir kaum zutrauen, aber ich gehöre noch der Männergeneration an, die auf die schnittige Frage „Ham se jedient?!“ Mit … Weiterlesen

21. Oktober 2021 · Hinterlasse einen Kommentar