David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – bipolarer Bedenkenträger

Archiv der Kategorie: 1950 – 1999

Wenn die Titan-Molybdän-Decke mal wieder versagt. Soeben ausgelesen: Stanisław Lem – „Der Unbesiegbare“ (1964)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Ach herrje. Science Fiction. Da habe ich es ja nicht so mit. Klar, im Alter von sechs wollte ich „Weltraumfahrer“ werden, Peter … Weiterlesen

17. Dezember 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Bücherverbrennung muss man können. Soeben ausgelesen: Yoko Ogawa – „Insel der verlorenen Erinnerung“ (1994)

von David Wonschewski Kennen Sie das etwas widersinnige Gefühl, wenn Sie bei der Lektüre eines Buches Seite für Seite merken, dass es ein ungeheuer gutes Buch ist – und Ihnen … Weiterlesen

16. Dezember 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Heitere Misogynien in Dur. Soeben ausgelesen: Amélie Nothomb – „Die Reinheit des Mörders“ (1994)

von David Wonschewski Der Satz, der mir das Genick brach, lautete wie folgt: „Es fasziniert und erfreut wie Reinhard Mey nach zwei eher mittelmäßigen Alben in den 90er-Jahren nicht einfach … Weiterlesen

12. Dezember 2021 · 3 Kommentare

Über die Notwendigkeit Blinde zu erschießen. Soeben ausgelesen: José Saramago – „Die Stadt der Blinden“ (1995)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Ich nehme Corona noch immer nicht ernst. Also faktisch schon, durchaus. Ich wittere keine Verschwörung, keinen Fake, sogar mit dem so beliebten … Weiterlesen

5. Dezember 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Maskuline Blödheit – heiraten wollen, aber die Gesetzeslage nicht kennen. Soeben ausgelesen: Philip Roth – „Mein Leben als Mann“ (1974)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Hat eigentlich, wie der Dramatiker Edward Albee in seinem berühmten Ehezerrüttungsstück Anfang der sechziger Jahre fragte, noch irgendjemand Angst vor Virginia Woolf? … Weiterlesen

1. Dezember 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Zwischen Proust und Kafka. Soeben ausgelesen: Michel Butor – „Der Zeitplan“(1956)

von David Wonschewski Vorabfazit: 2 von 5 Sternen Sagen wir doch wie es ist: Genauso oft wie der Akt des Verleihens gut gemeint ist, fällt man damit komplett auf die … Weiterlesen

13. November 2021 · Ein Kommentar

Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Soeben ausgelesen: Philip K. Dick – „Der dunkle Schirm“ (1977)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Beliebte Bibelstelle, dieses 1Kor 13,12 – also aus dem ersten Brief des Paulus an die Korinther. Inspirierte schon 1961 den Pastorensohn Ingmar … Weiterlesen

9. November 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Blutrünstige Lektionen in Feminismus und Antirassismus. Soeben ausgelesen: James Ellroy – „Blut auf dem Mond“ (1984)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sterne Wussten Sie, dass ich zu Schulzeiten ein scheuer Außenseiter war? Vergeistigt, poetisch. Wenn andere sich in den Pausen trafen und einen auf … Weiterlesen

31. Oktober 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Lagerkoller auf doppelbödigem Doppelboden. Soeben ausgelesen: Philip K. Dick – „Irrgarten des Todes“ (1970)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Man mag es mir kaum zutrauen, aber ich gehöre noch der Männergeneration an, die auf die schnittige Frage „Ham se jedient?!“ Mit … Weiterlesen

21. Oktober 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Abstufungen von cineastischem Grau. Soeben ausgelesen: Georges Simenon – „Maigret stellt eine Falle“ (1955)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Ob das noch was wird mit mir und den Krimis, den Thrillern? Den ach so packenden, den haste nicht gesehen wie atemberaubenden … Weiterlesen

16. Oktober 2021 · Ein Kommentar

Innertürkische Zerreißprobe. Soeben ausgelesen: Orhan Pamuk -„Das stille Haus“(1983)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Was macht einen wirklich großen Roman aus? Einen Roman, so groß, dass die spätere Vergabe des Nobelpreises an dessen Autor mit keinem … Weiterlesen

14. Oktober 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Die Alpen schieben sich immer öfter ins Bild, und eine Volksmusik macht sich bemerkbar. Soeben ausgelesen: Elfriede Jelinek – „Die Ausgesperrten“ (1980)

von David Wonschewski Vorabbewertung: 5 von 5 Sternen Nein, das ist für nachgeborene Generationen nicht mehr zu verstehen. Warum die Jugendlichen der späten 50er- und frühen 60er-Jahre so ausgerastet sind … Weiterlesen

3. Oktober 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Ich will immer da hin, wo ich gerade nicht bin. Soeben ausgelesen: Philip Roth – „Gegenleben“ (1986)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Als ich 1999/2000 mit dem Rucksack einige Monate durch Israel und die palästinensischen Gebiete reiste, begegnete ich vielen – man ahnt es … Weiterlesen

18. August 2021 · 4 Kommentare

Klapps auf den Hinterkopf. Soeben ausgelesen: László Krasznahorkai – „Krieg und Krieg“ (1999)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen In meiner Schulzeit gab es diesen Jungen, bei dem man nie so recht wusste, ob er nun wahnsinnig langsam im Denken ist … Weiterlesen

15. August 2021 · Ein Kommentar

White Trash Beautiful. Soeben ausgelesen: Charles Bukowski – „Ausgeträumt“ (1994)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Vergibt man fünf Sterne an einen Bukowski-Roman, so ist eine kurze einleitende Rechtfertigung unerlässlich. Das verlangt er einfach, der Anstand der Schmuddel-Romantiker. … Weiterlesen

8. August 2021 · Ein Kommentar

Freiheit, die ich meine. Soeben ausgelesen: Richard Russo – „Ein grundzufriedener Mann“ (1993)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Das Feine an Literatur ist, dass man die Möglichkeit hat, Protagonisten in Situationen zu erleben, in die man selbst ums Verrecken nicht … Weiterlesen

5. August 2021 · Ein Kommentar

Über die formidable Vereinbarkeit von Haltung und Nicht-Haltung. Soeben ausgelesen: Witold Gombrowicz – „Trans-Atlantik“ (1952)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Ohje. Nazi-Deutschland überrennt Polen, der Pole Gombrowicz flieht bis nach Argentinien, findet jedoch keine Heimat mehr und findet sie, mag man fast … Weiterlesen

19. Juli 2021 · Ein Kommentar

Und dann der Kaktusgarten, konnten sie nicht warten? Soeben ausgelesen: Philip Roth – „Amerikanisches Idyll“ (1997)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Gegen Ende, als „der Schwede“ mit seiner Frau, seinen jüdischen Eltern und einigen Nachbarn in seinem Wohnzimmer sitzt, sieht, wie sich alle … Weiterlesen

14. Juli 2021 · 2 Kommentare