David Wonschewski | Autor

Lied- & Literaturjournalist – Romancier – Bedenkenträger

Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Soeben ausgelesen: Philip K. Dick – „Der dunkle Schirm“ (1977)

von David Wonschewski Beliebte Bibelstelle, dieses 1Kor 13,12 – also aus dem ersten Brief des Paulus an die Korinther. Inspirierte schon 1961 den Pastorensohn Ingmar Bergman zu scheinem düsteren Schizophrenie-Filmdrama … Weiterlesen

3. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Tote, Vermisste und Germanistik. Soeben ausgelesen: Roberto Bolaño – „2666“ (2004)

von David Wonschewski Roberto Bolaño habe „2666“, sein wahrlich epochales mehr als 1000seitiges Überwerk, im Angesicht des eigenen Todes geschrieben, so erfahren wir im Vorwort. Also habe er jede einzelne … Weiterlesen

2. Juni 2020 · Ein Kommentar

Über die formidable Vereinbarkeit von Haltung und Nicht-Haltung. Soeben ausgelesen: Witold Gombrowicz – „Trans-Atlantik“ (1952)

von David Wonschewski Ohje. Nazi-Deutschland überrennt Polen, der Pole Gombrowicz flieht bis nach Argentinien, findet jedoch keine Heimat mehr und findet sie, mag man fast sagen, ein Leben lang nicht … Weiterlesen

17. Mai 2020 · Ein Kommentar

Nichts als Mutmassungen über den Inhalt. Soeben ausgelesen: Uwe Johnson – „Mutmassungen über Jakob“ (1959)

von David Wonschewski Es gibt Bücher, die liest man, emsig, beflissen. Und stellt so ab Seite 50 fest, dass man so gar nichts rafft. Wenn ein solches Buch dann noch … Weiterlesen

16. Mai 2020 · 4 Kommentare

Von der Eitelkeit ein global friedensstiftender Mensch sein zu wollen. Soeben ausgelesen: Lukas Bärfuss – „Hundert Tage“ (2008)

von David Wonschewski David, Mitte zwanzig, Schweizer, weiß was er vom Leben will. Oder besser gesagt: was er dem Leben, der Menschheit, der ganzen Welt geben will: Gutes. Ja, es … Weiterlesen

10. Mai 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Brennende Bücher, hinterrücks niedergestreckte Kameraden. Soeben ausgelesen: Mario Vargas Llosa – „Die Stadt und die Hunde“ (1962)

von David Wonschewski Bücherverbrennung. Ein hartes, ein historisch bitteres Wort. Wir denken bei dem Begriff selbstredend zunächst stets an unsere eigene dunkle Vergangenheit. Unliebsame Literatur zu verbrennen ist aber kein … Weiterlesen

Joy Divisions Traum von Isolation. Soeben ausgelesen: J.G. Ballard – „Betoninsel“ (1974)

von David Wonschewski Ab und an braucht es eben namhafte Referenzen. Ian Curtis, der legendäre, suizidale Frontmann der stilprägenden Düsterband Joy Divsion, las wohl, bevor er diese Band gründete, eben … Weiterlesen

Flankierende Frauen. Soeben ausgelesen: Michael Köhlmeier – „Idylle mit ertrinkendem Hund“ (2008)

von David Wonschewski Ein schmaler Band, diese „Idylle mit ertrinkendem Hund“. Über gerade einmal knapp 100 Seiten erstreckt sich der Text des Österreichers Michael Köhlmeier aus dem Jahr 2008. Eher … Weiterlesen

29. April 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Betrunken korpulierend dem Niedergang entgegen. Soeben ausgelesen: Charles Bukowski – „Der Mann mit der Ledertasche“ (1971)

von David Wonschewski Ich entsinne mich noch wie mir meine Mutter, ich war noch ein Teenager, Anfang der Neunziger, zum Namen Bukowski sagte: Muss man nicht lesen. Da geht es … Weiterlesen

28. April 2020 · 2 Kommentare

Einer geht noch, einer geht noch rein. Soeben ausgelesen: Peter Wawerzinek – „Schluckspecht“(2014)

von David Wonschewski Ach, was ist nur aus dem guten alten Säuferroman geworden? Zu Zeiten eines Bukowski fast schon ein eigenes Sub-Genre, sind all die widerlich schönen Schaudergeschichten um Schnaps, … Weiterlesen

27. April 2020 · 2 Kommentare

Mich interessiert nichts mehr. Soeben ausgelesen: László Krasznahorkai – „Der Gefangene von Urga“ (1993)

von David Wonschewski Wie Kreise sich schließen können. Als ich mit dem Roman „Schwarzer Frost“ (HIER) vor einigen Jahren meine eigene Depressionsbeschau vorlegte, arbeitete ich in die Erzählung auch meine … Weiterlesen

27. April 2020

Ich schlendere als Opfer los und komme als Täter an, ergo bin ich. Soeben ausgelesen: Teju Cole – „Open City“ (2011)

von David Wonschewski Machen wir uns nichts vor: So eine Nummer, wie Teju Cole sie in „Open City“ wagt, geht in 99 von 100 Fällen grandios daneben. Ein junger Mann … Weiterlesen

24. April 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Wer heiratet, ist doof. Soeben ausgelesen: Philip Roth – „Mein Leben als Mann“ (1974)

von David Wonschewski Hat eigentlich, wie der Dramatiker Edward Albee in seinem berühmten Ehezerrüttungsstück Anfang der sechziger Jahre fragte, noch irgendjemand Angst vor Virginia Woolf? Nein? Wäre aber, so man … Weiterlesen

23. April 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Gott schütze die Königin. Soeben ausgelesen: John Lydon – „Anger is an Energy. Die Autobiografie von Johnny Rotten.“ (Musikbiografie, 2015)

von David Wonschewski Wer, so wie ich, vor allem über Public Image Limited to John Lydon gefunden hat (und nicht so sehr via Sex Pistols), für den ist diese Biografie … Weiterlesen

23. April 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Freaksichtung in Moskau. Soeben ausgelesen: Michail Bulgakow – „Meister und Margarita“ (1966)

von David Wonschewski Ein Roman, in dem fast alle Protagonisten entweder spurlos verschwinden oder aber im Irrenhaus landen – oh doch, ein solches Büchlein kann mir gefallen. Dann aber: ein … Weiterlesen

21. April 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Innertürkische Zerreißprobe. Soeben ausgelesen: Orhan Pamuk -„Das stille Haus“(1983)

von David Wonschewski Was macht einen wirklich großen Roman aus? Einen Roman, so groß, dass die spätere Vergabe des Nobelpreises an dessen Autor mit keinem Gedanken angezweifelt werden kann? Nun, … Weiterlesen

19. April 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Wie Nostradamus, allerdings treffsicherer, konkreter. Soeben ausgelesen: Philip K. Dick – „Eine andere Welt“ (1974)

von David Wonschewski Das ist schon urig. Hierzulande ist, außerhalb gewisser Freak-Kreise, der Name Philip K. Dick nahezu unbekannt. Und auch ich stieß, heute ist es mir fast peinlich, erst … Weiterlesen

19. April 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Ich will immer da hin, wo ich gerade nicht bin. Soeben ausgelesen: Philip Roth – „Gegenleben“ (1986)

von David Wonschewski Als ich 1999/2000 mit dem Rucksack einige Monate durch Israel und die palästinensischen Gebiete reiste, begegnete ich vielen – man ahnt es fast – Israelis.  Und ich … Weiterlesen

19. April 2020 · Hinterlasse einen Kommentar