David Wonschewski | Autor

Lied- & Literaturjournalist – Romancier – Bedenkenträger

Innertürkische Zerreißprobe. Soeben ausgelesen: Orhan Pamuk -„Das stille Haus“(1983)

von David Wonschewski Was macht einen wirklich großen Roman aus? Einen Roman, so groß, dass die spätere Vergabe des Nobelpreises an dessen Autor mit keinem Gedanken angezweifelt werden kann? Nun, … Weiterlesen

21. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Los, hinterher – schnapp‘ sie dir! Soeben ausgelesen: Lukas Bärfuss – „Hagard“ (2017)

von David Wonschewski Hat man, so wie ich, selbst einen Stalker-Roman vorgelegt („Zerteiltes Leid“, 2015 – mehr Infos: HIER), so endet die Faszination für derlei psychisch verworrene Sujets selbstverständlich nicht. … Weiterlesen

21. Juni 2020 · 2 Kommentare

Friss‘ dein Brot, Mopsgesicht! Soeben ausgelesen: Dag Solstad – „Scham und Würde“ (1994)

von David Wonschewski Dag Solstad ist, das bemerke ich nach und nach,  der Meister der kleinen Momente mit großem Nachhall. Meister der Schilderung belangloser Situationen, die trotz – oder gerade … Weiterlesen

18. Juni 2020 · 3 Kommentare

Morast, nichts als Morast. Soeben ausgelesen: László Krasznahorkai – „Satanstango“ (1985)

von David Wonschewski Die Frage ist nicht neu, bleibt aber berechtigt: Warum nur kennen wir ach so aufgeschlossenen Deutschen viel mehr Kultur von weit entfernt beheimateten Nationen als denn von … Weiterlesen

17. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Jüdische Identitätserosion. Soeben ausgelesen: Dana von Suffrin – „Otto“ (2019)

von David Wonschewski Wenn man mir im Deutschlandfunk schon mitteilt, ein gerade erschienenes Buch sei schon jetzt DER Roman des Jahres, na, dann will ich ihn doch erst einmal lesen, … Weiterlesen

16. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten. Soeben ausgelesen: Stendhal – „Rot und Schwarz“ (1830)

von David Wonschewski Wer ein wenig in seinem Balzac, ein wenig in seinem Flaubert geblättert hat, der erkennt in Stendhals „Rot und Schwarz“ schnell ein sehr beliebtes Sujet des französischen … Weiterlesen

15. Juni 2020 · 5 Kommentare

Über den Sinn und Unsinn gelungener Integration. Soeben ausgelesen: Samuel Selvon – „Die Taugenichtse“ (1956)

von David Wonschewski Worin liegt es nun begründet, das Geheimnis jener sagenumwoben „erfolgreichen Integration“? Und noch viel wichtiger: Wer trägt die Hauptschuld daran, so diese nicht gelingt? So Flüchtlinge, Einwanderer … Weiterlesen

14. Juni 2020 · Ein Kommentar

Von wegen toxisch-afrikanische Muslimigkeit. Soeben ausgelesen: Elnathan John – „An einem Dienstag geboren“ (2015)

von David Wonschewski Exakt 70 Bücher habe ich 2019 gelesen. Und wie HIER nachzulesen ist, gehörte „An einem Dienstag geboren“ des Nigerianers Elnathan John dabei ganz klar zu meinen Favoriten. … Weiterlesen

14. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Außer Spesen nix gewesen. Soeben ausgelesen: Jochen Schimmang – „Adorno wohnt hier nicht mehr“ (2019)

von David Wonschewski Zugegeben, zwar veröffentlicht Jochen Schimmang schon seit Ende der Siebzigerjahre Romane und Erzählungen – und das beileibe nicht bei den kleinsten und schmalsten Verlagslichtern – gehört habe … Weiterlesen

11. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Wonach noch streben, wonach eifern? Soeben ausgelesen: Dag Solstad – „T. Singer“ (1999)

von David Wonschewski Wem schon Musils „Mann ohne Eigenschaften“ als eines der wichtigsten Werke der Literaturgeschichte gilt, na, der wird doch bei einem Roman über einen Mann ohne Vornamen nur … Weiterlesen

11. Juni 2020 · Ein Kommentar

Wie Nostradamus, allerdings treffsicherer, konkreter. Soeben ausgelesen: Philip K. Dick – „Eine andere Welt“ (1974)

von David Wonschewski Das ist schon urig. Hierzulande ist, außerhalb gewisser Freak-Kreise, der Name Philip K. Dick nahezu unbekannt. Und auch ich stieß, heute ist es mir fast peinlich, erst … Weiterlesen

11. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Ideenlos ausplätschern. Soeben ausgelesen: Tom Müller – „Die jüngsten Tage“ (2019)

von David Wonschewski Vorsicht – dieses Buch ist eine Mogelpackung, die es in sich hat. Denn pünktlich zum Jahrestag des Mauerfalls erscheint dieser Roman, der in Klappentext und auf der … Weiterlesen

9. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Privilegiert und am Arsch. Soeben ausgelesen: Bret Easton Ellis – „Unter Null“ (1985)

von David Wonschewski Heute, mit der Brille des Jahres 2020 auf der Nase, lässt sich nur noch bedingt nachvollziehen, warum „Unter Null“ bei seinem Erscheinen Mitte der 80iger Jahre auf … Weiterlesen

8. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Die faszinierende Geschichte hinter dem Mega-Hit. Heute: Elton John – „Daniel“ (1973)

von David Wonschewski Es dürfte, knapp hinter „Born in the U.S.A.“ von Bruce Springsteen, einer der fehlinterpretiertesten Songs der Popgeschichte sein: „Daniel“ von Elton John. Gleichermaßen von Schwulenverbänden wie von … Weiterlesen

8. Juni 2020 · Ein Kommentar

Soeben ausgehört: Einstürzende Neubauten – „Alles in Allem“ (2020)

von David Wonschewski Irgendwie lustig. Würde man in einer herkömmlichen alemannischen Einkaufspassage Passanten anhalten und den Begriff „Einstürzende Neubauten“ fallen lassen, ich bin mir sicher: 95 Prozent hätten keine Ahnung … Weiterlesen

8. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Jahresabschlussbericht „Lesewahn 2019“. Oder: Nur Excel kennt die Wahrheit.

Was man nicht so alles über sich selbst herausfindet. Wenn man ein wenig notorisch veranlagt ist. Und Excel für Anfänger beherrscht. Exakt 70 Bücher habe ich 2019 gelesen. Gut, das … Weiterlesen

7. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Tote, Vermisste und Germanistik. Soeben ausgelesen: Roberto Bolaño – „2666“ (2004)

von David Wonschewski Roberto Bolaño habe „2666“, sein wahrlich epochales mehr als 1000seitiges Überwerk, im Angesicht des eigenen Todes geschrieben, so erfahren wir im Vorwort. Also habe er jede einzelne … Weiterlesen

2. Juni 2020 · Ein Kommentar

Ja bin ich denn der König von Spanien, oder was?! Soeben ausgelesen: Nikolai Gogol – „Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen“ (1835)

von David Wonschewski Man mag es kaum glauben, aber auch ein Dostojewski, auch ein Tolstoi brauchten einen Wegbereiter, um Überwerke wie „Schuld und Sühne“ (1866) oder „Krieg und Frieden“ (1869) … Weiterlesen

31. Mai 2020 · 8 Kommentare