David Wonschewski | Autor

Lied- & Literaturjournalist – Romancier – Bedenkenträger

Die Banalität des Bösen. Soeben ausgelesen: Angel Igov – „Die Sanftmütigen“ (2015)

von David Wonschewski Mein eigener, so sanfter Opa hatte eine schwere Kindheit und Jugend. Geboren als unerwünschtes Resultat eines Stelldicheins eines polnischen Großgrundbesitzers mit seiner Magd, fristete er seine ersten … Weiterlesen

7. August 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Vom Zorn hemdsärmeliger Kommunisten. Soeben ausgelesen: Philip Roth – „Mein Mann, der Kommunist“ (1998)

von David Wonschewski Der Name des Protagonisten ist gut gewählt: Ira (lat. „Zorn“) Ringold ist ein hemdsärmeliger, etwas zu großgewachsener jüdischer Hilfsarbeiter, der in Newark, New Jersey, erst zum Außenseiter, … Weiterlesen

7. August 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

…desto mutloser die Autorin. Soeben ausgelesen: Katya Apekina – „Je tiefer das Wasser“ (2020)

von David Wonschewski Schon klar, warum sich viele Freizeit-Rezensenten schwer damit tun, Verrisse zu schreiben. Und es bevorzugen, dann schon lieber gar nichts zu einem Buch zu sagen. Es macht … Weiterlesen

6. August 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Feministische Literatur für Männer. Soeben ausgelesen: Orhan Pamuk – „Cevdet und seine Söhne“ (1982)

von David Wonschewski Die Midlife Crisis des Mannes beginnt, so ehrlich wollen wir sein, schon mit 15 Jahren. Er spürt, dass er für Großes geschaffen ist, schwappt schier über vor … Weiterlesen

6. August 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Sich zum Sterben in Höhlen verkriechen darf immer das Tier, niemals der Mensch. Soeben ausgelesen: H.G. Wells – „Der unsichtbare Mann“ (1897)

von David Wonschewski Ach, wie schön das ist, wenn man seine eigenen Schreibversuche 1:1 mit einem Klassiker der Weltliteratur vergleichen darf. Denn ich erinnere mich noch genau: 1991, ich war … Weiterlesen

3. August 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Betrunken kopulierend dem Niedergang entgegen. Soeben ausgelesen: Charles Bukowski – „Der Mann mit der Ledertasche“ (1971)

von David Wonschewski Ich entsinne mich noch wie mir meine Mutter, ich war noch ein Teenager, Anfang der Neunziger, zum Namen Bukowski sagte: Muss man nicht lesen. Da geht es … Weiterlesen

2. August 2020 · 2 Kommentare

Ballern und bumsen auf hohem Niveau. Soeben ausgelesen: Mario Vargas Llosa – „Gespräch in der »Kathedrale«“ (1969)

von David Wonschewski Was sagt es über ein Buch aus, wenn der Lesende sich nach abgeschlossener Lektüre bollenstolz selbst auf die Schulter klopft, vor dem Schlafzimmerspiegel in Siegerposen verfällt? Überhaupt … Weiterlesen

1. August 2020 · Ein Kommentar

Der plattwalzende Philanthrop. Soeben ausgelesen: Dave Eggers – „Die Parade“ (2020)

von David Wonschewski Eine jede Generation verfügt über eine Reihe zeitgenössischer Autoren, die man einfach gelesen haben muss, so man sich und der Welt glaubhaft versichern möchte, dass man sich … Weiterlesen

30. Juli 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Lustig über Demenz schreiben. Soeben ausgelesen: Abraham B. Yehoshua – „Der Tunnel“ (2019)

von David Wonschewski Zvi Luria und seine Frau Dina leben in Tel Aviv, Israel. Der ehemalige Straßenbauingenieur und die noch praktizierende Kinderärztin, kurz vor ihrer Pension, sind seit 48 Jahren … Weiterlesen

29. Juli 2020 · 4 Kommentare

Kafkas Beklemmung, Poes Schaudern – und das Ganze hoch zehn. Soeben ausgelesen: Sadegh Hedayat – „Die blinde Eule“ (1936)

von David Wonschewski Selten einen so düsteren Text gelesen. Selten so viel Todessehnsucht und Abkehr vom Leben, Ekel vor Liebe auf derart engem Raum erspürt wie hier. Und zugleich: so … Weiterlesen

28. Juli 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Slippery When Wet. Soeben ausgelesen: Graham Greene – „Das Herz aller Dinge“ (1948)

von David Wonschewski Über ein Werk, das von zig Kritikergremien zu einem der bedeutendsten britischen Romane aller Zeiten gekürt worden ist, ist längst alles gesagt. Und so möchte ich zumindest … Weiterlesen

27. Juli 2020 · 3 Kommentare

Mürrische Innenansichten irritierter Männer. Soeben ausgelesen: Markus Werner – „Froschnacht“ (1985)

von David Wonschewski Neben Thomas Bernhard zählt der eigenwillige, so lakonisch-misanthropische Autor Markus Werner längst zu meinen persönlichen Favoriten. Unnötig zu sagen, dass die beiden, Bernhard und Werner, es sind, … Weiterlesen

27. Juli 2020 · 2 Kommentare

Einer geht noch, einer geht noch rein. Soeben ausgelesen: Peter Wawerzinek – „Schluckspecht“(2014)

von David Wonschewski Ach, was ist nur aus dem guten alten Säuferroman geworden? Zu Zeiten eines Bukowski fast schon ein eigenes Sub-Genre, sind all die widerlich schönen Schaudergeschichten um Schnaps, … Weiterlesen

23. Juli 2020 · 2 Kommentare

UDSSR, revisited. Soeben ausgelesen: Eugen Ruge – „Metropol“ (2019)

von David Wonschewski Was mir mein überaus geliebter, mein überaus schweigsamer und 1995 verstorbener Großvater gewesen ist, das hat auch Eugen Ruge in seiner Großmutter Charlotte zeitlebens sehen können, sehen … Weiterlesen

18. Juli 2020 · 4 Kommentare

Fickt das System bevor es euch fickt. Soeben ausgelesen: Benjamin Quaderer – „Für immer die Alpen“ (2020)

von David Wonschewski Mit Debütromanen im Generellen – und mit lang erwarteten Debütromanen im Speziellen – ist es stets so eine Sache: Der Autor, wer will es ihm verübeln, geht … Weiterlesen

16. Juli 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Soeben ausgelesen: Philip K. Dick – „Der dunkle Schirm“ (1977)

von David Wonschewski Beliebte Bibelstelle, dieses 1Kor 13,12 – also aus dem ersten Brief des Paulus an die Korinther. Inspirierte schon 1961 den Pastorensohn Ingmar Bergman zu seinem düsteren Schizophrenie-Filmdrama … Weiterlesen

15. Juli 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Auf der Suche nach dem vergammelten Schinkenbrot. Soeben ausgelesen: Lukas Bärfuss – „Koala“ (2014)

von David Wonschewski Kennt ihr das? Ihr steht in eurem Wohnzimmer und denkt: Was zum Teufel müffelt hier denn so? Und ihr schaut euch um und euch fällt ein, ach, … Weiterlesen

13. Juli 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

The Tree of Life. Soeben ausgelesen: Thomas Verbogt – „Wenn der Winter vorbei ist“ (2020)

von David Wonschewski Keine 100 Seiten und auch keine 50 Seiten, nein genau eine einzige Seite brauchte es. Dann wusste ich es bereits, wusste es einfach: „Wenn der Winter vorbei … Weiterlesen

13. Juli 2020 · Hinterlasse einen Kommentar