David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – bipolarer Bedenkenträger

Archiv der Kategorie: Soeben ausgelesen

Bukowski, Fauser und die Eskimos. Oder: Und, was lest ihr gerade? 24. Januar 2022 (John Fante – „Arturo Bandini“)

von David Wonschewski Sagen Sie, sind Sie auch so fasziniert von gesellschaftlichen Paradoxien? Sie wissen schon, Dinge, die gegen jede Vernunft sind, total unlogisch – aber existieren. Sodass man gar … Weiterlesen

24. Januar 2022 · Ein Kommentar

Armer Deutscher Buchpreis. Oder: Das Scholz-Phänomen. Antje Rávik Strubel – „Blaue Frau“ (2021)

von David Wonschewski Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2021 wurde die „Blaue Frau“. Puh. Das ist natürlich doof und das aus gleich zweierlei Gründen. Zunächst einmal, weil so ein aufetikettiertes … Weiterlesen

28. Dezember 2021 · 2 Kommentare

Wenn die Titan-Molybdän-Decke mal wieder versagt. Soeben ausgelesen: Stanisław Lem – „Der Unbesiegbare“ (1964)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Ach herrje. Science Fiction. Da habe ich es ja nicht so mit. Klar, im Alter von sechs wollte ich „Weltraumfahrer“ werden, Peter … Weiterlesen

17. Dezember 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Bücherverbrennung muss man können. Soeben ausgelesen: Yoko Ogawa – „Insel der verlorenen Erinnerung“ (1994)

von David Wonschewski Kennen Sie das etwas widersinnige Gefühl, wenn Sie bei der Lektüre eines Buches Seite für Seite merken, dass es ein ungeheuer gutes Buch ist – und Ihnen … Weiterlesen

16. Dezember 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Aber die Landschaft ist schön. Soeben ausgelesen: Sigríður Hagalín Björnsdóttir – „Blackout Island“ (2018)

von David Wonschewski Vorabfazit: 2 von 5 Sternen Hach, Island. Oder besser, ehrlicher, wehmütiger: Haaaaach, Iiiisland! Der einzige gottverdammt gottverlassen-arschkalte Ort der Welt, wo nun wirklich jeder hin will. Also … Weiterlesen

14. Dezember 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Heitere Misogynien in Dur. Soeben ausgelesen: Amélie Nothomb – „Die Reinheit des Mörders“ (1994)

von David Wonschewski Der Satz, der mir das Genick brach, lautete wie folgt: „Es fasziniert und erfreut wie Reinhard Mey nach zwei eher mittelmäßigen Alben in den 90er-Jahren nicht einfach … Weiterlesen

12. Dezember 2021 · 3 Kommentare

Scham, bodenlos. Oder: Und, welche Frauen habt ihr 2021 gelesen?

Nun ist es doch noch passiert. Seit mittlerweile Jahren schallt es mir aus den Mündern der ach wie aufgeweckten Identitätsbewegung entgegen, seit Jahren schreiben auch große Teile des Feuilletons gegen … Weiterlesen

7. Dezember 2021 · 2 Kommentare

Über die Notwendigkeit Blinde zu erschießen. Soeben ausgelesen: José Saramago – „Die Stadt der Blinden“ (1995)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Ich nehme Corona noch immer nicht ernst. Also faktisch schon, durchaus. Ich wittere keine Verschwörung, keinen Fake, sogar mit dem so beliebten … Weiterlesen

5. Dezember 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Von Abknallenden und Abgeknallten. Soeben ausgelesen: Joseph J. Ellis – „George Washington“ (2004)

von David Wonschewski Einerseits ist es schade, dass die Amis, zumindest in der Breite und Masse, sich so wenig für Europa interessieren, so wenig Ahnung haben von uns. Andererseits wissen … Weiterlesen

3. Dezember 2021 · 2 Kommentare

Der sabbelnde Unsympath. Soeben ausgelesen: Amélie Nothomb – „Kosmetik des Bösen“ (2001)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen So wenig das auch für meinen Charakter sprechen mag, es gibt sie einfach: Bücher, die ich mit der Kneifzange nicht anpacken würde. … Weiterlesen

30. November 2021 · 7 Kommentare

Knallst du dich zu, knall‘ auch ich mich zu. Soeben ausgelesen: T.C. Boyle – „Das Licht“ (2019)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Wow. Ein Roman, in dem nahezu durchgängig gesoffen, Drogen genommen und korpuliert wird. Und das Ganze in einer Taktung, die selbst good … Weiterlesen

20. November 2021 · 2 Kommentare

Scheitern als Gewinn. Soeben ausgelesen: Pedro Mairal – „Auf der anderen Seite des Flusses“ (2020)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen So ein wenig kann ich Lucas, den Protagonisten in „Auf der anderen Seite des Flusses“ ja verstehen. Auch auf mich übt das … Weiterlesen

19. November 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Weg ist keine Richtung. Soeben ausgelesen: Jonathan Franzen – „Crossroads“ (2021)

von David Wonschewski Da wurde ich dieser Tage von der Autorin Nikoletta Kiss mit der nicht unerheblichen Frage behelligt, warum Romane von Frauen immer nur „Frauenliteratur“ sind und Romane von … Weiterlesen

15. November 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Der charmant pöbelnde Narzisst. Soeben ausgelesen: Ulrich Brunner – „Bruno Kreisky – Lernen S‘ Geschichte, Herr Reporter“ (2020)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Na, auch schon Witze über AmerikanerInnen gemacht? Sie wissen schon, weil die sich für den Nabel der Welt halten, größtenteils aber null … Weiterlesen

14. November 2021 · Ein Kommentar

Zwischen Proust und Kafka. Soeben ausgelesen: Michel Butor – „Der Zeitplan“(1956)

von David Wonschewski Vorabfazit: 2 von 5 Sternen Sagen wir doch wie es ist: Genauso oft wie der Akt des Verleihens gut gemeint ist, fällt man damit komplett auf die … Weiterlesen

13. November 2021 · Ein Kommentar

Nein, meine Söhne geb‘ ich nicht. Soeben ausgelesen: Yishai Sarid – „Siegerin“ (2021)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sterne Quizfrage an alle Oberschlaumeierinnen: Warum verbindet man Todgeweihten vor der Hinrichtung die Augen? Na? Na?!? Ich gebe zu, ich hätte es zwar … Weiterlesen

9. November 2021 · 2 Kommentare

Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Soeben ausgelesen: Philip K. Dick – „Der dunkle Schirm“ (1977)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Beliebte Bibelstelle, dieses 1Kor 13,12 – also aus dem ersten Brief des Paulus an die Korinther. Inspirierte schon 1961 den Pastorensohn Ingmar … Weiterlesen

9. November 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Dieser gottverdammte Segen der Kinderlosigkeit. Soeben ausgelesen: Eshkol Nevo – „Über uns“(2015)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Wenn ich mich mit etwas auskenne, dann ist es ein krankhaft schlechtes Gewissen. Ein solches kann ich mir insofern leisten, da ich … Weiterlesen

8. November 2021 · Hinterlasse einen Kommentar