David Wonschewski | Autor

Lied- & Literaturjournalist – Romancier – Bedenkenträger

Archiv der Kategorie: vor 1950

Kafkas Beklemmung, Poes Schaudern – und das Ganze hoch zehn. Soeben ausgelesen: Sadegh Hedayat – „Die blinde Eule“ (1936)

von David Wonschewski Selten einen so düsteren Text gelesen. Selten so viel Todessehnsucht und Abkehr vom Leben, Ekel vor Liebe auf derart engem Raum erspürt wie hier. Und zugleich: so … Weiterlesen

26. September 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Verbotenes gehört verboten. Soeben ausgelesen: Andrej Platonow – „Die glückliche Moskwa“ (1936)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Dass die Werke mancher Autoren zu Lebzeiten ganz oder teilweise verboten und als gesellschaftsschädlich verunglimpft wurden, ist nicht neu. Betrifft aber immer … Weiterlesen

20. September 2020 · 5 Kommentare

Eine nonfeministische Feministin. Soeben ausgelesen: Henry James – „Washington Square“ (1881)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Einerseits verstehe ich jene Stimmen, die monieren, dass die Klassiker der Literatur doch letztlich immer nur von weißen privilegierten Männern für weiße … Weiterlesen

18. September 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Ja bin ich denn der König von Spanien, oder was?! Soeben ausgelesen: Nikolai Gogol – „Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen“ (1835)

von David Wonschewski Man mag es kaum glauben, aber auch ein Dostojewski, auch ein Tolstoi brauchten einen Wegbereiter, um Überwerke wie „Schuld und Sühne“ (1866) oder „Krieg und Frieden“ (1869) … Weiterlesen

8. September 2020 · 8 Kommentare

Männerfantasien. Soeben ausgelesen: Jules Verne – „20.000 Meilen unter den Meeren“ (1869)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Sieht man einmal von meinen Erfahrungen mit dem amerikanischen Autor Philip K. Dick ab, so ist meine Kenntnis jeglicher Science-Fiction-Literatur arg begrenzt. … Weiterlesen

8. September 2020 · Ein Kommentar

Von einem, der ging und einem, der blieb. Soeben ausgelesen: Klaus Mann – „Mephisto“ (1936)

von David Wonschewski Natürlich regt der Klaus Mann-Klassiker „Mephisto“, dieser Roman über eine Künstlerkarriere im Dritten Reich, dazu an ihn überzuinterpretieren. Vor allem in persönlicher Hinsicht. Denn Klaus Mann und … Weiterlesen

7. September 2020 · 3 Kommentare

Slippery When Wet. Soeben ausgelesen: Graham Greene – „Das Herz aller Dinge“ (1948)

von David Wonschewski Über ein Werk, das von zig Kritikergremien zu einem der bedeutendsten britischen Romane aller Zeiten gekürt worden ist, ist längst alles gesagt. Und so möchte ich zumindest … Weiterlesen

6. September 2020 · 3 Kommentare

So muss das Leben wohl sein, es holt alle Verlierer mal ein. Soeben ausgelesen: Sándor Márai – „Die Glut“ (1942)

von David Wonschewski Zu den Dingen, die so gar nicht gehen, gehört: mit der Frau des besten Freundes in die Koje steigen. Klar, macht man einfach nicht, ist oberpfui. Und, … Weiterlesen

25. August 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Grauseliges für krankhaft Verirrte. Soeben ausgelesen: E.T.A. Hoffmann – „Die Elixiere des Teufels“ (1815)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Wer von Goethe höchstselbst, Zitat, als „krankhaft Verirrter“ bezeichnet wurde, derweil Sigmund Freud seine Werke nutzte um fundamentale Theorien über Ich-Verdopplung, Ich-Teilung … Weiterlesen

24. August 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Sich zum Sterben in Höhlen verkriechen darf immer das Tier, niemals der Mensch. Soeben ausgelesen: H.G. Wells – „Der unsichtbare Mann“ (1897)

von David Wonschewski Ach, wie schön das ist, wenn man seine eigenen Schreibversuche 1:1 mit einem Klassiker der Weltliteratur vergleichen darf. Denn ich erinnere mich noch genau: 1991, ich war … Weiterlesen

19. August 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

So richtig auf dem Zahnfleisch gehen. Soeben ausgelesen: Knut Hamsun – „Hunger“ (1890)

von David Wonschewski Wer eine Ahnung davon bekommen will, von wem sich ein Kafka zu seinen verlorenen Gestalten, Beckett zu seinen so minimalistisch und so nah am Wahnsinn gebauten „Murphy“ … Weiterlesen

17. August 2020 · Ein Kommentar

Wenn nichts so sehr erdet wie eine Hasenscharte. Soeben ausgelesen: Knut Hamsun – „Segen der Erde“ (1917)

von David Wonschewski Angelockt von seinem knapp 30 Jahre zuvor, 1890, entstandenen Debütroman „Hunger“ (HIER), von dessen sprödem Humor und seiner philosophischen Reduktion aufs Minimum, trachtete ich also danach einmal … Weiterlesen

11. August 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Wenn der Autor nicht minder irre ist als seine Protagonisten. Soeben ausgelesen: Nikolai Gogol – „Tote Seelen“ (1842)

von David Wonschewski Vom russischen Meisterliteraten Iwan Turgenjew ist überliefert, dass er, als er in den 1830er-Jahren in Petersburg Geschichte studierte, auf einen Dozenten traf, von dem er nicht so … Weiterlesen

10. August 2020 · 2 Kommentare

Was für ein Hurenzeug ist der Krieg. Soeben ausgelesen: Ernest Hemingway – „Wem die Stunde schlägt“ (1940)

von David Wonschewski Mein erster Hemingway. Und was war ich gespannt. Dass der Amerikaner 1954 den Literaturnobelpreis erhalten hat, ach, geschenkt. Aber was für ein Leben er führte! Hemingways Großvater … Weiterlesen

25. Juni 2020 · 4 Kommentare

Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten. Soeben ausgelesen: Stendhal – „Rot und Schwarz“ (1830)

von David Wonschewski Wer ein wenig in seinem Balzac, ein wenig in seinem Flaubert geblättert hat, der erkennt in Stendhals „Rot und Schwarz“ schnell ein sehr beliebtes Sujet des französischen … Weiterlesen

15. Juni 2020 · 5 Kommentare

Die Brisanz der Belanglosigkeit. Soeben ausgelesen: Henry David Thoreau – „Walden. Ein Leben mit der Natur“ (1854)

von David Wonschewski Es gibt Klassiker, da ahnt man durchaus, warum sie zu Klassikern wurden. Allein: so recht nachvollziehen, am eigenen Leib und eigenen Geist nachempfinden lässt es sich nicht … Weiterlesen

27. Januar 2020 · 2 Kommentare

Soeben ausgelesen: Joseph Roth – „Hiob“ (1930)

von David Wonschewski Entstanden in den Jahren 1928/1929, veröffentlicht dann 1930, gehört “Hiob” neben “Radetzkymarsch” zu den am meisten gelesenen Büchern von Joseph Roth. Durch mein Studium der modernen hebräischen … Weiterlesen

3. Dezember 2019 · Hinterlasse einen Kommentar