David Wonschewski | Autor

Lied- & Literaturjournalist – Romancier – Bedenkenträger

Archiv der Kategorie: vor 1950

Verbotenes gehört verboten. Soeben ausgelesen: Andrej Platonow – „Die glückliche Moskwa“ (1936)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Dass die Werke mancher Autoren zu Lebzeiten ganz oder teilweise verboten und als gesellschaftsschädlich verunglimpft wurden, ist nicht neu. Betrifft aber immer … Weiterlesen

23. November 2020 · 5 Kommentare

Wenn der Autor nicht minder irre ist als seine Protagonisten. Soeben ausgelesen: Nikolai Gogol – „Tote Seelen“ (1842)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Vom russischen Meisterliteraten Iwan Turgenjew ist überliefert, dass er, als er in den 1830er-Jahren in Petersburg Geschichte studierte, auf einen Dozenten traf, … Weiterlesen

9. November 2020 · 2 Kommentare

Ja bin ich denn der König von Spanien, oder was?! Soeben ausgelesen: Nikolai Gogol – „Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen“ (1835)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Man mag es kaum glauben, aber auch ein Dostojewski, auch ein Tolstoi brauchten einen Wegbereiter, um Überwerke wie „Schuld und Sühne“ (1866) … Weiterlesen

7. November 2020 · 8 Kommentare

Männerfantasien. Soeben ausgelesen: Jules Verne – „20.000 Meilen unter den Meeren“ (1869)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Sieht man einmal von meinen Erfahrungen mit dem amerikanischen Autor Philip K. Dick ab, so ist meine Kenntnis jeglicher Science-Fiction-Literatur arg begrenzt. … Weiterlesen

5. November 2020 · Ein Kommentar

Sich zum Sterben in Höhlen verkriechen darf immer das Tier, niemals der Mensch. Soeben ausgelesen: H.G. Wells – „Der unsichtbare Mann“ (1897)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Ach, wie schön das ist, wenn man seine eigenen Schreibversuche 1:1 mit einem Klassiker der Weltliteratur vergleichen darf. Denn ich erinnere mich … Weiterlesen

3. November 2020 · Ein Kommentar

Grauseliges für krankhaft Verirrte. Soeben ausgelesen: E.T.A. Hoffmann – „Die Elixiere des Teufels“ (1815)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Wer von Goethe höchstselbst, Zitat, als „krankhaft Verirrter“ bezeichnet wurde, derweil Sigmund Freud seine Werke nutzte um fundamentale Theorien über Ich-Verdopplung, Ich-Teilung … Weiterlesen

31. Oktober 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Slippery When Wet. Soeben ausgelesen: Graham Greene – „Das Herz aller Dinge“ (1948)

von David Wonschewski Vorabfazit: 2 von 5 Sternen Über ein Werk, das von zig Kritikergremien zu einem der bedeutendsten britischen Romane aller Zeiten gekürt worden ist, ist längst alles gesagt. … Weiterlesen

27. Oktober 2020 · 3 Kommentare

So muss das Leben wohl sein, es holt alle Verlierer mal ein. Soeben ausgelesen: Sándor Márai – „Die Glut“ (1942)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Zu den Dingen, die so gar nicht gehen, gehört: mit der Frau des besten Freundes in die Koje steigen. Klar, macht man … Weiterlesen

25. Oktober 2020 · 3 Kommentare

Von einem, der ging und einem, der blieb. Soeben ausgelesen: Klaus Mann – „Mephisto“ (1936)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Natürlich regt der Klaus Mann-Klassiker „Mephisto“, dieser Roman über eine Künstlerkarriere im Dritten Reich, dazu an ihn überzuinterpretieren. Vor allem in persönlicher … Weiterlesen

24. Oktober 2020 · 3 Kommentare

Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten. Soeben ausgelesen: Stendhal – „Rot und Schwarz“ (1830)

von David Wonschewski Vorabfazit: 2 von 5 Sternen. Wer ein wenig in seinem Balzac, ein wenig in seinem Flaubert geblättert hat, der erkennt in Stendhals „Rot und Schwarz“ schnell ein … Weiterlesen

19. Oktober 2020 · 5 Kommentare

Was für ein Hurenzeug ist der Krieg. Soeben ausgelesen: Ernest Hemingway – „Wem die Stunde schlägt“ (1940)

von David Wonschewski Vorabfazit: 2 von 5 Sternen Mein erster Hemingway. Und was war ich gespannt. Dass der Amerikaner 1954 den Literaturnobelpreis erhalten hat, ach, geschenkt. Aber was für ein … Weiterlesen

18. Oktober 2020 · 4 Kommentare

Ist es Mainstream, so kann es weg. Soeben ausgelesen: Joris-Karl Huysmans – „Gegen den Strich“ (1884)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Da fragt mich doch die Tage einer, welchen Fitzek-Thriller ich am spannendsten finde. Bin ich gleich ausfallend geworden. Was unschön klingt, aber … Weiterlesen

12. Oktober 2020 · 8 Kommentare

Wenn nichts so sehr erdet wie eine Hasenscharte. Soeben ausgelesen: Knut Hamsun – „Segen der Erde“ (1917)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Angelockt von seinem knapp 30 Jahre zuvor, 1890, entstandenen Debütroman „Hunger“ (HIER), von dessen sprödem Humor und seiner philosophischen Reduktion aufs Minimum, … Weiterlesen

10. Oktober 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Eine nonfeministische Feministin. Soeben ausgelesen: Henry James – „Washington Square“ (1881)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Einerseits verstehe ich jene Stimmen, die monieren, dass die Klassiker der Literatur doch letztlich immer nur von weißen privilegierten Männern für weiße … Weiterlesen

6. Oktober 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

So richtig auf dem Zahnfleisch gehen. Soeben ausgelesen: Knut Hamsun – „Hunger“ (1890)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Wer eine Ahnung davon bekommen will, von wem sich ein Kafka zu seinen verlorenen Gestalten, Beckett zu seinen so minimalistisch und so … Weiterlesen

30. September 2020 · Ein Kommentar

Kafkas Beklemmung, Poes Schaudern – und das Ganze hoch zehn. Soeben ausgelesen: Sadegh Hedayat – „Die blinde Eule“ (1936)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Selten einen so düsteren Text gelesen. Selten so viel Todessehnsucht und Abkehr vom Leben, Ekel vor Liebe auf derart engem Raum erspürt … Weiterlesen

26. September 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Die Brisanz der Belanglosigkeit. Soeben ausgelesen: Henry David Thoreau – „Walden. Ein Leben mit der Natur“ (1854)

von David Wonschewski Vorabfazit: 2 von 5 Sternen Es gibt Klassiker, da ahnt man durchaus, warum sie zu Klassikern wurden. Allein: so recht nachvollziehen, am eigenen Leib und eigenen Geist … Weiterlesen

27. Januar 2020 · 2 Kommentare

Soeben ausgelesen: Joseph Roth – „Hiob“ (1930)

von David Wonschewski Entstanden in den Jahren 1928/1929, veröffentlicht dann 1930, gehört “Hiob” neben “Radetzkymarsch” zu den am meisten gelesenen Büchern von Joseph Roth. Durch mein Studium der modernen hebräischen … Weiterlesen

3. Dezember 2019 · Hinterlasse einen Kommentar