David Wonschewski | Autor

Lied- & Literaturjournalist – Romancier – Bedenkenträger

Sibylle Berg scheitert, Miriam Toews meistert. Soeben ausgelesen: Miriam Toews – „Die Aussprache“ (2019)

von David Wonschewski Sagen wir es so plakativ, wie es nun einmal ist: an sich will „Mann“ so einen Roman anno 2020 nicht mehr lesen. Nach medialer „#metoo“- und „menaretrash“-Überdosis … Weiterlesen

1. Juli 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Der plattwalzende Philanthrop. Soeben ausgelesen: Dave Eggers – „Die Parade“ (2020)

von David Wonschewski Eine jede Generation verfügt über eine Reihe zeitgenössischer Autoren, die man einfach gelesen haben muss, so man sich und der Welt glaubhaft versichern möchte, dass man sich … Weiterlesen

30. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

The Tree of Life. Soeben ausgelesen: Thomas Verbogt – „Wenn der Winter vorbei ist“ (2020)

von David Wonschewski Keine 100 Seiten und auch keine 50 Seiten, nein genau eine einzige Seite brauchte es. Dann wusste ich es bereits, wusste es einfach: „Wenn der Winter vorbei … Weiterlesen

28. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Lustig über Demenz schreiben. Soeben ausgelesen: Abraham B. Yehoshua – „Der Tunnel“ (2019)

von David Wonschewski Zvi Luria und seine Frau Dina leben in Tel Aviv, Israel. Der ehemalige Straßenbauingenieur und die noch praktizierende Kinderärztin, kurz vor ihrer Pension, sind seit 48 Jahren … Weiterlesen

23. Juni 2020 · 4 Kommentare

Innertürkische Zerreißprobe. Soeben ausgelesen: Orhan Pamuk -„Das stille Haus“(1983)

von David Wonschewski Was macht einen wirklich großen Roman aus? Einen Roman, so groß, dass die spätere Vergabe des Nobelpreises an dessen Autor mit keinem Gedanken angezweifelt werden kann? Nun, … Weiterlesen

21. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Friss‘ dein Brot, Mopsgesicht! Soeben ausgelesen: Dag Solstad – „Scham und Würde“ (1994)

von David Wonschewski Dag Solstad ist, das bemerke ich nach und nach,  der Meister der kleinen Momente mit großem Nachhall. Meister der Schilderung belangloser Situationen, die trotz – oder gerade … Weiterlesen

18. Juni 2020 · 3 Kommentare

Von der Eitelkeit ein global friedensstiftender Mensch sein zu wollen. Soeben ausgelesen: Lukas Bärfuss – „Hundert Tage“ (2008)

von David Wonschewski David, Mitte zwanzig, Schweizer, weiß was er vom Leben will. Oder besser gesagt: was er dem Leben, der Menschheit, der ganzen Welt geben will: Gutes. Ja, es … Weiterlesen

18. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Morast, nichts als Morast. Soeben ausgelesen: László Krasznahorkai – „Satanstango“ (1985)

von David Wonschewski Die Frage ist nicht neu, bleibt aber berechtigt: Warum nur kennen wir ach so aufgeschlossenen Deutschen viel mehr Kultur von weit entfernt beheimateten Nationen als denn von … Weiterlesen

17. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Gegenentwurf zum Virtue Signaling. Soeben ausgelesen: Dag Solstadt – „Professor Andersens Nacht“ (1996)

von David Wonschewski Zugegeben, dass Dag Solstad in seiner norwegischen Heimat als eine der größten literarischen Nummern gilt, weiß aus hiesigem Blickwinkel betrachtet zu verwundern. Nicht, dass ich seinen Romanen … Weiterlesen

16. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Jüdische Identitätserosion. Soeben ausgelesen: Dana von Suffrin – „Otto“ (2019)

von David Wonschewski Wenn man mir im Deutschlandfunk schon mitteilt, ein gerade erschienenes Buch sei schon jetzt DER Roman des Jahres, na, dann will ich ihn doch erst einmal lesen, … Weiterlesen

16. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten. Soeben ausgelesen: Stendhal – „Rot und Schwarz“ (1830)

von David Wonschewski Wer ein wenig in seinem Balzac, ein wenig in seinem Flaubert geblättert hat, der erkennt in Stendhals „Rot und Schwarz“ schnell ein sehr beliebtes Sujet des französischen … Weiterlesen

15. Juni 2020 · 5 Kommentare

Über den Sinn und Unsinn gelungener Integration. Soeben ausgelesen: Samuel Selvon – „Die Taugenichtse“ (1956)

von David Wonschewski Worin liegt es nun begründet, das Geheimnis jener sagenumwoben „erfolgreichen Integration“? Und noch viel wichtiger: Wer trägt die Hauptschuld daran, so diese nicht gelingt? So Flüchtlinge, Einwanderer … Weiterlesen

14. Juni 2020 · Ein Kommentar

Ich will immer da hin, wo ich gerade nicht bin. Soeben ausgelesen: Philip Roth – „Gegenleben“ (1986)

von David Wonschewski Als ich 1999/2000 mit dem Rucksack einige Monate durch Israel und die palästinensischen Gebiete reiste, begegnete ich vielen – man ahnt es fast – Israelis. Und ich … Weiterlesen

14. Juni 2020 · 4 Kommentare

Von wegen toxisch-afrikanische Muslimigkeit. Soeben ausgelesen: Elnathan John – „An einem Dienstag geboren“ (2015)

von David Wonschewski Exakt 70 Bücher habe ich 2019 gelesen. Und wie HIER nachzulesen ist, gehörte „An einem Dienstag geboren“ des Nigerianers Elnathan John dabei ganz klar zu meinen Favoriten. … Weiterlesen

14. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Außer Spesen nix gewesen. Soeben ausgelesen: Jochen Schimmang – „Adorno wohnt hier nicht mehr“ (2019)

von David Wonschewski Zugegeben, zwar veröffentlicht Jochen Schimmang schon seit Ende der Siebzigerjahre Romane und Erzählungen – und das beileibe nicht bei den kleinsten und schmalsten Verlagslichtern – gehört habe … Weiterlesen

11. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

UDSSR, revisited. Soeben ausgelesen: Eugen Ruge – „Metropol“ (2019)

von David Wonschewski Was mir mein überaus geliebter, mein überaus schweigsamer und 1995 verstorbener Großvater gewesen ist, das hat auch Eugen Ruge in seiner Großmutter Charlotte zeitlebens sehen können, sehen … Weiterlesen

9. Juni 2020 · 4 Kommentare

Privilegiert und am Arsch. Soeben ausgelesen: Bret Easton Ellis – „Unter Null“ (1985)

von David Wonschewski Heute, mit der Brille des Jahres 2020 auf der Nase, lässt sich nur noch bedingt nachvollziehen, warum „Unter Null“ bei seinem Erscheinen Mitte der 80iger Jahre auf … Weiterlesen

8. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Verbotenes gehört verboten. Soeben ausgelesen: Andrej Platonow – „Die glückliche Moskwa“ (1936)

von David Wonschewski Dass die Werke mancher Autoren zu Lebzeiten ganz oder teilweise verboten und als gesellschaftsschädlich verunglimpft wurden, ist nicht neu. Betrifft aber immer nur andere Länder, andere Zeiten. … Weiterlesen

7. Juni 2020 · 5 Kommentare