David Wonschewski | Autor

Lied- & Literaturjournalist – Romancier – Bedenkenträger

Jüdische Identitätserosion. Soeben ausgelesen: Dana von Suffrin – „Otto“ (2019)

von David Wonschewski Wenn man mir im Deutschlandfunk schon mitteilt, ein gerade erschienenes Buch sei schon jetzt DER Roman des Jahres, na, dann will ich ihn doch erst einmal lesen, … Weiterlesen

16. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten. Soeben ausgelesen: Stendhal – „Rot und Schwarz“ (1830)

von David Wonschewski Wer ein wenig in seinem Balzac, ein wenig in seinem Flaubert geblättert hat, der erkennt in Stendhals „Rot und Schwarz“ schnell ein sehr beliebtes Sujet des französischen … Weiterlesen

15. Juni 2020 · 5 Kommentare

Über den Sinn und Unsinn gelungener Integration. Soeben ausgelesen: Samuel Selvon – „Die Taugenichtse“ (1956)

von David Wonschewski Worin liegt es nun begründet, das Geheimnis jener sagenumwoben „erfolgreichen Integration“? Und noch viel wichtiger: Wer trägt die Hauptschuld daran, so diese nicht gelingt? So Flüchtlinge, Einwanderer … Weiterlesen

14. Juni 2020 · Ein Kommentar

Ich will immer da hin, wo ich gerade nicht bin. Soeben ausgelesen: Philip Roth – „Gegenleben“ (1986)

von David Wonschewski Als ich 1999/2000 mit dem Rucksack einige Monate durch Israel und die palästinensischen Gebiete reiste, begegnete ich vielen – man ahnt es fast – Israelis. Und ich … Weiterlesen

14. Juni 2020 · 4 Kommentare

Von wegen toxisch-afrikanische Muslimigkeit. Soeben ausgelesen: Elnathan John – „An einem Dienstag geboren“ (2015)

von David Wonschewski Exakt 70 Bücher habe ich 2019 gelesen. Und wie HIER nachzulesen ist, gehörte „An einem Dienstag geboren“ des Nigerianers Elnathan John dabei ganz klar zu meinen Favoriten. … Weiterlesen

14. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Außer Spesen nix gewesen. Soeben ausgelesen: Jochen Schimmang – „Adorno wohnt hier nicht mehr“ (2019)

von David Wonschewski Zugegeben, zwar veröffentlicht Jochen Schimmang schon seit Ende der Siebzigerjahre Romane und Erzählungen – und das beileibe nicht bei den kleinsten und schmalsten Verlagslichtern – gehört habe … Weiterlesen

11. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Privilegiert und am Arsch. Soeben ausgelesen: Bret Easton Ellis – „Unter Null“ (1985)

von David Wonschewski Heute, mit der Brille des Jahres 2020 auf der Nase, lässt sich nur noch bedingt nachvollziehen, warum „Unter Null“ bei seinem Erscheinen Mitte der 80iger Jahre auf … Weiterlesen

8. Juni 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Verbotenes gehört verboten. Soeben ausgelesen: Andrej Platonow – „Die glückliche Moskwa“ (1936)

von David Wonschewski Dass die Werke mancher Autoren zu Lebzeiten ganz oder teilweise verboten und als gesellschaftsschädlich verunglimpft wurden, ist nicht neu. Betrifft aber immer nur andere Länder, andere Zeiten. … Weiterlesen

7. Juni 2020 · 5 Kommentare

Eine frostige Frau. Soeben ausgelesen: Ottessa Moshfegh – „Eileen“ (2015)

von David Wonschewski Neuengland im Jahre 1964. Eileen ist 24 und hässlich. Also innerlich. Und dadurch, das eine führt bekanntlich oftmals geradewegs zum anderen, auch äußerlich. Denn wo Selbsthass waltet, … Weiterlesen

7. Juni 2020 · Ein Kommentar

Tote, Vermisste und Germanistik. Soeben ausgelesen: Roberto Bolaño – „2666“ (2004)

von David Wonschewski Roberto Bolaño habe „2666“, sein wahrlich epochales mehr als 1000seitiges Überwerk, im Angesicht des eigenen Todes geschrieben, so erfahren wir im Vorwort. Also habe er jede einzelne … Weiterlesen

2. Juni 2020 · Ein Kommentar

Zwei Suizide, eine Nation. Soeben ausgelesen: Lutz Seiler – „Stern111“ (2020)

von David Wonschewski Ein schöner Fall von eigentlich. Eigentlich hätte „Stern111“ – immerhin hat der Roman den Preis der Leipziger Buchmesse 2020 erhalten – mich so richtig mitreißen müssen. Denn … Weiterlesen

1. Juni 2020 · 3 Kommentare

Ja bin ich denn der König von Spanien, oder was?! Soeben ausgelesen: Nikolai Gogol – „Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen“ (1835)

von David Wonschewski Man mag es kaum glauben, aber auch ein Dostojewski, auch ein Tolstoi brauchten einen Wegbereiter, um Überwerke wie „Schuld und Sühne“ (1866) oder „Krieg und Frieden“ (1869) … Weiterlesen

31. Mai 2020 · 8 Kommentare

Männerfantasien. Soeben ausgelesen: Jules Verne – „20.000 Meilen unter den Meeren“ (1869)

von David Wonschewski Sieht man einmal von meinen Erfahrungen mit dem amerikanischen Autor Philip K. Dick ab, so ist meine Kenntnis jeglicher Science-Fiction-Literatur arg begrenzt. Doch das Interesse wurde durch … Weiterlesen

26. Mai 2020 · Ein Kommentar

Von einem, der ging und einem, der blieb. Soeben ausgelesen: Klaus Mann – „Mephisto“ (1936)

von David Wonschewski Natürlich regt der Klaus Mann-Klassiker „Mephisto“, dieser Roman über eine Künstlerkarriere im Dritten Reich, dazu an ihn überzuinterpretieren. Vor allem in persönlicher Hinsicht. Denn Klaus Mann und … Weiterlesen

19. Mai 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Über die formidable Vereinbarkeit von Haltung und Nicht-Haltung. Soeben ausgelesen: Witold Gombrowicz – „Trans-Atlantik“ (1952)

von David Wonschewski Ohje. Nazi-Deutschland überrennt Polen, der Pole Gombrowicz flieht bis nach Argentinien, findet jedoch keine Heimat mehr und findet sie, mag man fast sagen, ein Leben lang nicht … Weiterlesen

17. Mai 2020 · Ein Kommentar

Nichts als Mutmassungen über den Inhalt. Soeben ausgelesen: Uwe Johnson – „Mutmassungen über Jakob“ (1959)

von David Wonschewski Es gibt Bücher, die liest man, emsig, beflissen. Und stellt so ab Seite 50 fest, dass man so gar nichts rafft. Wenn ein solches Buch dann noch … Weiterlesen

16. Mai 2020 · 4 Kommentare

Nichts fürs zarte Männerseelchen. Soeben ausgelesen: Sibylle Berg – „GRM: Brainfuck“ (2019)

von David Wonschewski Oh, doch, Texte von Sibylle Berg zu lesen bildet nicht nur, nein, es macht auch Freude. Zynisch, scham- und respektlos, geradeheraus – so sind die Texte der … Weiterlesen

15. Mai 2020 · Ein Kommentar

Knallst du dich zu, knall‘ auch ich mich zu. Soeben ausgelesen: T.C. Boyle – „Das Licht“ (2019)

von David Wonschewski Wow. Ein Roman, in dem nahezu durchgängig gesoffen, Drogen genommen und korpuliert wird. Und das Ganze in einer Taktung, die selbst good ol‘ Bukowski einer Ohnmacht nahegebracht … Weiterlesen

8. Mai 2020 · 2 Kommentare