David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – bipolarer Bedenkenträger

Schlagwort-Archive: Bücher

Brennende Bücher, hinterrücks niedergestreckte Kameraden. Soeben ausgelesen: Mario Vargas Llosa – „Die Stadt und die Hunde“ (1962)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Bücherverbrennung. Ein hartes, ein historisch bitteres Wort. Wir denken bei dem Begriff selbstredend zunächst stets an unsere eigene dunkle Vergangenheit. Unliebsame Literatur … Weiterlesen

14. Juni 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Joy Divisions Traum von Isolation. Soeben ausgelesen: J.G. Ballard – „Betoninsel“ (1974)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Ab und an braucht es namhafte Referenzen. Ian Curtis, der legendäre, suizidale Frontmann der stilprägenden Düsterband Joy Divsion, las wohl, bevor er … Weiterlesen

2. Juni 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Keine Suizide mehr. Oder: I prefer not to. Vorabauszug aus meinem neuen Romanmanuskript.

Du verlässt deine Wohnung nicht mehr. Hockst mit angezogenen Knien auf deiner Matratze, entscheidest dich gegen eine Zigarette, entscheidest dich gegen einen Kaffee, entscheidest dich gegen ein Buch. Entscheidest dich … Weiterlesen

26. Mai 2021 · 3 Kommentare

Flankierende Frauen. Soeben ausgelesen: Michael Köhlmeier – „Idylle mit ertrinkendem Hund“ (2008)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Ein schmaler Band, diese „Idylle mit ertrinkendem Hund“. Über gerade einmal knapp 100 Seiten erstreckt sich der Text des Österreichers Michael Köhlmeier … Weiterlesen

24. Mai 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Vom Zorn hemdsärmeliger Kommunisten. Soeben ausgelesen: Philip Roth – „Mein Mann, der Kommunist“ (1998)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Der Name des Protagonisten ist gut gewählt: Ira (lat. „Zorn“) Ringold ist ein hemdsärmeliger, etwas zu großgewachsener jüdischer Hilfsarbeiter, der in Newark, … Weiterlesen

21. Mai 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Wie einer Liebe suchte, zum Stalker wurde. Leseprobe aus: David Wonschewski – „Zerteiltes Leid“ (2015)

Dann, im nächsten Moment, war Daddy fort. Und ich habe mit ansehen müssen, wie er gegangen ist. Ich stand im ersten Stock, direkt am Fenster unseres Kinderzimmers und aus der … Weiterlesen

20. Mai 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Mürrische Innenansichten irritierter Männer. Soeben ausgelesen: Markus Werner – „Froschnacht“ (1985)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Neben Thomas Bernhard zählt der eigenwillige, so lakonisch-misanthropische Autor Markus Werner längst zu meinen persönlichen Favoriten. Unnötig zu sagen, dass die beiden, … Weiterlesen

30. April 2021 · 2 Kommentare

Aber die Landschaft ist schön. Soeben ausgelesen: Sigríður Hagalín Björnsdóttir – „Blackout Island“ (2018)

von David Wonschewski Vorabfazit: 2 von 5 Sternen Hach, Island. Oder besser, ehrlicher, wehmütiger: Haaaaach, Iiiisland! Der einzige gottverdammt gottverlassen-arschkalte Ort der Welt, wo nun wirklich jeder hin will. Also … Weiterlesen

25. April 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Und Marlen Haushofer steht noch immer vor ihrer Wand. Soeben ausgelesen: Ottessa Moshfegh – „Der Tod in ihren Händen“ (2021)

von David Wonschewski Vorabfazit: sehr subjektive 5 von 5 Sternen Da werde ich doch gleich mal stutzig. Wenn eine Frau nur mit ihrem Hund in eine einsame Waldhütte zieht. Den … Weiterlesen

23. April 2021 · 2 Kommentare

Was für ein Hurenzeug ist der Krieg. Soeben ausgelesen: Ernest Hemingway – „Wem die Stunde schlägt“ (1940)

von David Wonschewski Vorabfazit: 2 von 5 Sternen Mein erster Hemingway. Und was war ich gespannt. Dass der Amerikaner 1954 den Literaturnobelpreis erhalten hat, ach, geschenkt. Aber was für ein … Weiterlesen

16. April 2021 · 4 Kommentare

Eine charakterlos ehrliche Haut. Soeben ausgelesen: Tom Zürcher – „Mobbing Dick“ (2019)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Soso, da war „Mobbing Dick“ also für den Deutschen Buchpreis 2019 nominiert, landete just auf der sogenannten „Longlist“. Doch wie berechtigt ist … Weiterlesen

13. April 2021 · 2 Kommentare

Die Angst ich wäre nicht genug. / David Wonschewski im Interview.

Die Texte, für die ich mich selbst etwas schäme, sind vermutlich meine besten. Wann immer ich in eine jener dunklen Stimmungsphasen gerate, greife ich daher zur Tastatur – und verhöhne … Weiterlesen

2. April 2021 · 2 Kommentare

Nichts als Mutmassungen über den Inhalt. Soeben ausgelesen: Uwe Johnson – „Mutmassungen über Jakob“ (1959)

von David Wonschewski Vorabfazit: 2 von 5 Sternen Es gibt Bücher, die liest man, emsig, beflissen. Und stellt so ab Seite 50 fest, dass man so gar nichts rafft. Wenn … Weiterlesen

21. März 2021 · 4 Kommentare

Wonach noch streben, wonach eifern? Soeben ausgelesen: Dag Solstad – „T. Singer“ (1999)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Wem schon Musils „Mann ohne Eigenschaften“ als eines der wichtigsten Werke der Literaturgeschichte gilt, na, der wird doch bei einem Roman über … Weiterlesen

21. März 2021 · Ein Kommentar

Into The Great Wide Open. Soeben ausgelesen: Jocelyne Saucier – „Was dir bleibt“ (2020)

von David Wonschewski Vorabfazit: 3 von 5 Sternen Auch wenn ich es wie vermutlich die meisten Menschen bevorzuge recht zu haben und recht zu behalten, einmal einen Standpunkt einzunehmen und … Weiterlesen

16. März 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Weißer Mann, was nun? Soeben ausgelesen: Donald Ray Pollock – „Knockemstiff“ (2008)

von David Wonschewski Vorabfazit: 5 von 5 Sternen Hat, abgesehen von Frank Rudkoffsky („Fake“, 2019), mittlerweile eigentlich irgendwer hierzulande den ernsthaften Versuch unternommen, literarisch zu untersuchen, warum recht viele Mitbürger … Weiterlesen

10. März 2021 · 5 Kommentare

Kafkas Beklemmung, Poes Schaudern – und das Ganze hoch zehn. Soeben ausgelesen: Sadegh Hedayat – „Die blinde Eule“ (1936)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Selten einen so düsteren Text gelesen. Selten so viel Todessehnsucht und Abkehr vom Leben, Ekel vor Liebe auf derart engem Raum erspürt … Weiterlesen

10. März 2021 · Hinterlasse einen Kommentar

Mich interessiert nichts mehr. Soeben ausgelesen: László Krasznahorkai – „Der Gefangene von Urga“ (1993)

von David Wonschewski Vorabfazit: 4 von 5 Sternen Wie Kreise sich schließen können. Als ich mit dem Roman „Schwarzer Frost“ (HIER) vor einigen Jahren meine eigene Depressionsbeschau vorlegte, arbeitete ich … Weiterlesen

2. März 2021