David Wonschewski | Autor

Lied- & Literaturjournalist – Romancier – Bedenkenträger

Kafkas Beklemmung, Poes Schaudern – und das Ganze hoch zehn. Soeben ausgelesen: Sadegh Hedayat – „Die blinde Eule“ (1936)

von David Wonschewski Selten einen so düsteren Text gelesen. Selten so viel Todessehnsucht und Abkehr vom Leben, Ekel vor Liebe auf derart engem Raum erspürt wie hier. Und zugleich: so … Weiterlesen

31. Mai 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Dann, im nächsten Moment, war Daddy fort. Leseprobe aus: David Wonschewski – „Zerteiltes Leid“

Dann, im nächsten Moment, war Daddy fort. Und ich habe mit ansehen müssen, wie er gegangen ist. Ich stand im ersten Stock, direkt am Fenster unseres Kinderzimmers und aus der … Weiterlesen

26. Mai 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Eine charakterlos ehrliche Haut. Soeben ausgelesen: Tom Zürcher – „Mobbing Dick“ (2019)

von David Wonschewski Soso, da war „Mobbing Dick“ also für den Deutschen Buchpreis 2019 nominiert, landete just auf der sogenannten „Longlist“. Doch wie berechtigt ist das? Nun, schaut man sich … Weiterlesen

22. Mai 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Nichts als Mutmassungen über den Inhalt. Soeben ausgelesen: Uwe Johnson – „Mutmassungen über Jakob“ (1959)

von David Wonschewski Es gibt Bücher, die liest man, emsig, beflissen. Und stellt so ab Seite 50 fest, dass man so gar nichts rafft. Wenn ein solches Buch dann noch … Weiterlesen

16. Mai 2020 · 4 Kommentare

Knallst du dich zu, knall‘ auch ich mich zu. Soeben ausgelesen: T.C. Boyle – „Das Licht“ (2019)

von David Wonschewski Wow. Ein Roman, in dem nahezu durchgängig gesoffen, Drogen genommen und korpuliert wird. Und das Ganze in einer Taktung, die selbst good ol‘ Bukowski einer Ohnmacht nahegebracht … Weiterlesen

8. Mai 2020 · 2 Kommentare

Brennende Bücher, hinterrücks niedergestreckte Kameraden. Soeben ausgelesen: Mario Vargas Llosa – „Die Stadt und die Hunde“ (1962)

von David Wonschewski Bücherverbrennung. Ein hartes, ein historisch bitteres Wort. Wir denken bei dem Begriff selbstredend zunächst stets an unsere eigene dunkle Vergangenheit. Unliebsame Literatur zu verbrennen ist aber kein … Weiterlesen

Joy Divisions Traum von Isolation. Soeben ausgelesen: J.G. Ballard – „Betoninsel“ (1974)

von David Wonschewski Ab und an braucht es eben namhafte Referenzen. Ian Curtis, der legendäre, suizidale Frontmann der stilprägenden Düsterband Joy Divsion, las wohl, bevor er diese Band gründete, eben … Weiterlesen

Flankierende Frauen. Soeben ausgelesen: Michael Köhlmeier – „Idylle mit ertrinkendem Hund“ (2008)

von David Wonschewski Ein schmaler Band, diese „Idylle mit ertrinkendem Hund“. Über gerade einmal knapp 100 Seiten erstreckt sich der Text des Österreichers Michael Köhlmeier aus dem Jahr 2008. Eher … Weiterlesen

29. April 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Was für ein Hurenzeug ist der Krieg. Soeben ausgelesen: Ernest Hemingway – „Wem die Stunde schlägt“ (1940)

von David Wonschewski Mein erster Hemingway.  Und was war ich gespannt. Dass der Amerikaner 1954 den Literaturnobelpreis erhalten hat, ach, geschenkt. Aber was für ein Leben er führte! Hemingways Großvater … Weiterlesen

28. April 2020 · 4 Kommentare

Mich interessiert nichts mehr. Soeben ausgelesen: László Krasznahorkai – „Der Gefangene von Urga“ (1993)

von David Wonschewski Wie Kreise sich schließen können. Als ich mit dem Roman „Schwarzer Frost“ (HIER) vor einigen Jahren meine eigene Depressionsbeschau vorlegte, arbeitete ich in die Erzählung auch meine … Weiterlesen

27. April 2020

Freaksichtung in Moskau. Soeben ausgelesen: Michail Bulgakow – „Meister und Margarita“ (1966)

von David Wonschewski Ein Roman, in dem fast alle Protagonisten entweder spurlos verschwinden oder aber im Irrenhaus landen – oh doch, ein solches Büchlein kann mir gefallen. Dann aber: ein … Weiterlesen

21. April 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Wonach noch streben, wonach eifern? Soeben ausgelesen: Dag Solstad – „T. Singer“ (1999)

von David Wonschewski Wem schon Musils „Mann ohne Eigenschaften“ als eines der wichtigsten Werke der Literaturgeschichte gilt, na, der wird doch bei einem Roman über einen Mann ohne Vornamen nur … Weiterlesen

8. April 2020 · Ein Kommentar

Privilegiert und am Arsch. Soeben ausgelesen: Bret Easton Ellis – „Unter Null“ (1985)

von David Wonschewski Heute, mit der Brille des Jahres 2020 auf der Nase, lässt sich nur noch bedingt nachvollziehen, warum „Unter Null“ bei seinem Erscheinen Mitte der 80iger Jahre auf … Weiterlesen

3. April 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Vom Zorn hemdsärmeliger Kommunisten. Soeben ausgelesen: Philip Roth – „Mein Mann, der Kommunist“ (1998)

von David Wonschewski Der Name des Protagonisten ist gut gewählt: Ira (lat. „Zorn“) Ringold ist ein hemdsärmeliger, etwas zu großgewachsener jüdischer Hilfsarbeiter, der in Newark, New Jersey, erst zum Außenseiter, … Weiterlesen

31. März 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Die Brisanz der Belanglosigkeit. Soeben ausgelesen: Henry David Thoreau – „Walden. Ein Leben mit der Natur“ (1854)

von David Wonschewski Es gibt Klassiker, da ahnt man durchaus, warum sie zu Klassikern wurden. Allein: so recht nachvollziehen, am eigenen Leib und eigenen Geist nachempfinden lässt es sich nicht … Weiterlesen

27. Januar 2020 · Ein Kommentar

A Clockwork Orange für Mädchen. Soeben ausgelesen: Fatma Aydemir – „Ellbogen“ (2017)

von David Wonschewski Ein interessantes, da ausnehmend vielschichtiges Romandebüt der deutschtürkischen Journalistin Fatma Aydemir. Erzählt wird die Geschichte der in Berlin lebenden 18jährigen Hazal, die mit ihren drei Freundinnen, man könnte … Weiterlesen

15. Januar 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Jahresabschlussbericht „Lesewahn 2019“. Oder: Nur Excel kennt die Wahrheit.

Was man nicht so alles über sich selbst herausfindet. Wenn man ein wenig notorisch veranlagt ist. Und Excel für Anfänger beherrscht. Exakt 70 Bücher habe ich 2019 gelesen. Gut, das … Weiterlesen

10. Januar 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Und, was lest ihr in diesem Jahr noch so? – Sonntag, 22. Dezember 2019

So, nachdem ich das aktuelle Schreibmachwerk „Metropol“ von Eugen Ruge soeben beendet habe (ausführliche Besprechung: HIER), habe ich aus meinem Stapel frisch erworbener Bücher vor wenigen Minuten mein Weihnachts- und … Weiterlesen

24. Dezember 2019 · Ein Kommentar