David Wonschewski | Autor

Kulturjournalist – Romancier – Misanthrop

Soeben ausgelesen: Dag Solstad – „Scham und Würde“ (1994)

von David Wonschewski Dag Solstad ist, das bemerke ich nach und nach,  der Meister der kleinen Momente mit großem Nachhall. Meister der Schilderung belangloser Situationen, die trotz – oder gerade … Weiterlesen

9. März 2020 · 3 Kommentare

Soeben ausgelesen: Eugen Ruge – „Metropol“ (2019)

von David Wonschewski Was mir mein überaus geliebter, mein überaus schweigsamer und 1995 verstorbener Großvater gewesen ist, das hat auch Eugen Ruge in seiner Großmutter Charlotte zeitlebens sehen können, sehen … Weiterlesen

8. März 2020 · Ein Kommentar

Die Brisanz der Belanglosigkeit. Soeben ausgelesen: Henry David Thoreau – „Walden. Ein Leben mit der Natur“ (1854)

von David Wonschewski Es gibt Klassiker, da ahnt man durchaus, warum sie zu Klassikern wurden. Allein: so recht nachvollziehen, am eigenen Leib und eigenen Geist nachempfinden lässt es sich nicht … Weiterlesen

27. Januar 2020 · Ein Kommentar

Soeben ausgelesen: Tom Müller – „Die jüngsten Tage“ (2019)

von David Wonschewski Vorsicht – dieses Buch ist eine Mogelpackung, die es in sich hat. Denn pünktlich zum Jahrestag des Mauerfalls erscheint dieser Roman, der in Klappentext und auf der … Weiterlesen

23. Januar 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Soeben ausgelesen: Philip Roth – „Mein Mann, der Kommunist“ (1998)

von David Wonschewski Der Name des Protagonisten ist gut gewählt: Ira (lat. „Zorn“) Ringold ist ein hemdsärmeliger, etwas zu großgewachsener jüdischer Hilfsarbeiter, der in Newark, New Jersey, erst zum Außenseiter, … Weiterlesen

23. Januar 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Kafkas Beklemmung, Poes Schaudern – und das Ganze hoch zehn. Soeben ausgelesen: Sadegh Hedayat – „Die blinde Eule“ (1936)

von David Wonschewski Selten einen so düsteren Text gelesen. Selten so viel Todessehnsucht und Abkehr vom Leben, Ekel vor Liebe auf derart engem Raum erspürt wie hier. Und zugleich: so … Weiterlesen

16. Januar 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Tote, Vermisste und Germanistik. Soeben ausgelesen: Roberto Bolaño – „2666“ (2004)

von David Wonschewski Roberto Bolaño habe „2666“, sein wahrlich epochales mehr als 1000seitiges Überwerk, im Angesicht des eigenen Todes geschrieben, so erfahren wir im Vorwort. Also habe er jede einzelne … Weiterlesen

15. Januar 2020 · Ein Kommentar

Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten. Soeben ausgelesen: Stendhal – „Rot und Schwarz“ (1830)

von David Wonschewski Wer ein wenig in seinem Balzac, ein wenig in seinem Flaubert geblättert hat, der erkennt in Stendhals „Rot und Schwarz“ schnell ein sehr beliebtes Sujet des französischen … Weiterlesen

12. Januar 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Soeben ausgelesen: Nikolai Gogol – „Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen“ (1835)

von David Wonschewski Man mag es kaum glauben, aber auch ein Dostojewski, auch ein Tolstoi brauchten einen Wegbereiter, um Überwerke wie „Schuld und Sühne“ (1866) oder „Krieg und Frieden“ (1869) … Weiterlesen

10. Januar 2020 · 6 Kommentare

Jahresabschlussbericht „Lesewahn 2019“. Oder: Nur Excel kennt die Wahrheit.

Was man nicht so alles über sich selbst herausfindet. Wenn man ein wenig notorisch veranlagt ist. Und Excel für Anfänger beherrscht. Exakt 70 Bücher habe ich 2019 gelesen. Gut, das … Weiterlesen

10. Januar 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Soeben ausgelesen: László Krasznahorkai – „Satanstango“ (1985)

von David Wonschewski Die Frage ist nicht neu, bleibt aber berechtigt: Warum nur kennen wir ach so aufgeschlossenen Deutschen viel mehr Kultur von weit entfernten Nationen als denn von denen, … Weiterlesen

7. Januar 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Soeben ausgelesen: Orhan Pamuk -„Das stille Haus“(1983)

von David Wonschewski Was macht einen wirklich großen Roman aus? Einen Roman, so groß, dass die spätere Vergabe des Nobelpreises an dessen Autor mit keinem Gedanken angezweifelt werden kann? Nun, … Weiterlesen

4. Januar 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Soeben ausgelesen: Jochen Schimmang – „Adorno wohnt hier nicht mehr“ (2019)

von David Wonschewski Zugegeben, zwar veröffentlicht Jochen Schimmang schon seit Ende der siebziger Jahre Romane und Erzählungen – und das beileibe nicht bei den kleinsten und schmalsten Verlagslichtern – gehört … Weiterlesen

4. Januar 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Soeben ausgelesen: Samuel Selvon – „Die Taugenichtse“ (1956)

von David Wonschewski Worin liegt es nun begründet, das Geheimnis jener sagenumwoben „erfolgreichen Integration“? Und noch viel wichtiger: wer trägt die Hauptschuld daran, so diese nicht gelingt? So Flüchtlinge, Einwander … Weiterlesen

2. Januar 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Soeben ausgelesen: Michail Bulgakow – „Meister und Margarita“ (1966)

von David Wonschewski Ein Roman, in dem fast alle Protagonisten entweder spurlos verschwinden oder aber im Irrenhaus landen – oh doch, ein solches Büchlein kann mir gefallen. Dann aber: ein … Weiterlesen

2. Januar 2020 · Hinterlasse einen Kommentar

Soeben ausgelesen: Lukas Bärfuss – „Hagard“ (2017)

von David Wonschewski Hat man, so wie ich, selbst einen Stalker-Roman vorgelegt („Zerteiltes Leid“, 2015 – mehr Infos: HIER), so endet die Faszination für derlei psychisch verworrene Sujets selbstverständlich nicht. … Weiterlesen

1. Januar 2020 · 2 Kommentare

Soeben ausgelesen: Dag Solstad – „T. Singer“ (1999)

von David Wonschewski Wem schon Musils „Mann ohne Eigenschaften“ als eines der wichtigsten Werke der Literaturgeschichte gilt, na, der wird doch bei einem Roman über einen Mann ohne Vornamen nur … Weiterlesen

31. Dezember 2019 · Ein Kommentar

Soeben ausgelesen: Peter Handke – „In einer dunklen Nacht ging ich aus meinem stillen Haus“ (1997)

von David Wonschewski Da erhält also einer den Literaturnobelpreis – und neben ein wenig Lob und Ehre erstmal ziemlich deutlich auf die Fresse. Weil wegen Verhältnis zu Serbien und Verhältnis … Weiterlesen

13. Dezember 2019 · Ein Kommentar